Krampfaderbehandlung im KSK: Neue minimal-invasive Methode und Qualitäts-Zertifizierung

  • Chirurgische Abteilung als “Venen Kompetenz-Zentrum” zertifiziert
  • Individuelle Therapien mittels schonender, narbenfreier Verfahren
  • Neue minimal-invasive Methode: „Venenkleben“
  • Moderne Methoden ermöglichen beidseitige Behandlung in einem Eingriff und ganzjährige Durchführung

(06.03.2020, Schwarzach/Salzburg) - Sie entwickeln sich schleichend und werden zunächst meist nur als lästiger Schönheitsmakel wahrgenommen: Krampfadern. Die erweiterten, oft bläulich geschlängelten Venen - im Fachjargon “Varizen” genannt - sehen aber nicht nur unschön aus, sie können auch ein hohes gesundheitliches Risiko darstellen und sollten daher immer einer medizinischen Abklärung unterzogen werden. Das Kardinal Schwarzenberg Klinikum in Schwarzach steht für moderne minimal-invasive Krampfaderbehandlung, jährlich werden rund 200 Varizen-Operationen durchgeführt. Die hohe Qualität in der Abteilung für Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie des Pongauer Spitals wurde nun durch die Zertifizierung als “Venen Kompetenz-Zentrum” bestätigt.

“Das Leiden an Krampfadern stellt eine individuell sehr unterschiedlich ausgeprägte Erkrankung dar, der Bogen reicht von einer reinen kosmetischen Beeinträchtigung wie durch Besenreiser bis hin zur Amputationsgefährdung durch Komplikationen wie dem chronischen Unterschenkelgeschwür”, erklärt Oberarzt Paul Schweighofer. “Daher muss auch die Therapie individualisiert gestaltet und an die Bedürfnisse und Ansprüche der Patienten angepasst sein. Diesen wollen wir möglichst schonende, kosmetisch ansprechende und zugleich effektive operative Verfahren mit langanhaltendem Therapieerfolg anbieten.”

Minimal-invasive Methoden: Radiofrequenzablation und – neu – „Venenkleben“

Mehr als die Hälfte aller Varizen-OPs in Schwarzach erfolgen inzwischen mittels Radiofrequenzablation (RFA). Dabei wird ein Radiofrequenzkatheter in die erkrankte Stammvene eingeführt und diese durch zielgerichtete Abgabe von Hitze abschnittsweise verschlossen. Die verschlossene Vene verbleibt im Körper und baut sich in den Monaten nach der Behandlung ab. “Die Radiofrequenzablation der Stammvene ist ein narbenfreies, minimal-invasives Verfahren, das ohne Vollnarkose und auf Wunsch auch tagesklinisch durchgeführt werden kann. Wir bieten diese Behandlungsmethode seit vielen Jahren sehr erfolgreich an”, so Oberarzt Schweighofer. Neu im Kardinal Schwarzenberg Klinikum wird seit kurzem auch das sogenannte “Venenkleben” angeboten. Bei diesem Verfahren wird ebenfalls ein Katheter in die Vene eingeführt, das Verschließen erfolgt durch punktuelles, Ultraschall-gezieltes Einbringen eines speziellen medizinischen Klebstoffes. Auch diese narbenfreie Methode gilt als äußerst schonend und praktisch schmerzfrei. Sie ist besonders gut geeignet für die Behandlung von Krampfadern am Unterschenkel.

Zudem geht es in Schwarzach auch auf die “klassische” Art: “Die herkömmliche ‘Stripping’-Operation - also die Entfernung der erkrankten Stammvene über die Leiste oder die Kniekehle - wird von uns auch noch regelmäßig durchgeführt, wenn auch seltener als früher”, sagt Schweighofer. Welche Methode letztlich zur Anwendung kommt, hängt von der Ausprägung der Krampfader-Erkrankung und weiteren Patienten-bezogenen Faktoren ab. „Unser Leitsatz ist: Für jeden Patienten die individuell am besten passende Eingriffsmethode“, so der Chirurg.

Ganzjährig, beidseitig

Die minimal-invasiven Methoden RFA und „Kleben“ bieten zwei weitere große Vorteile: Eine deutlich kürzere Heilungsphase und damit eine ganzjährige Anwendbarkeit sowie die Möglichkeit, beide Beine in einem Eingriff zu behandeln. OA Schweighofer erläutert: „Krampfadern finden sich oft an beiden Beinen. Sofern es behandlungstechnisch möglich ist, versuchen wir beide Seiten in einer einzigen Operation zu sanieren. Das ist sowohl bei der Radiofrequenzablation als auch beim Kleben in der Regel sehr gut möglich und erspart dem Patienten einen zweiten Eingriff.“ Dank der neuen Verfahren reduziert sich auch die Dauer der postoperativen „Strumpftherapie“, also das Tragen von Kompressionsstrümpfen nach dem Eingriff. „Früher musste man vier bis sechs Wochen lang Kompressionsstrümpfe tragen – das schränkte Varizen-OPs auf die kalte Jahreszeit ein. Durch die modernen Behandlungsmethoden reduziert sich die Strumpftherapie bei uns auf maximal zwei Wochen, in bestimmten Fällen kann sie sogar ganz entfallen. Dadurch können wir die Eingriffe ganzjährig anbieten“, so Schweighofer.

Hohe Qualität im Klinikum Schwarzach durch Zertifikat bestätigt

Der deutsche Berufsverband der Phlebologen (Fachärzte für Venenerkrankungen) hat die Chirurgische Abteilung im Pongauer Klinikum nun auch offiziell zum “Venen Kompetenz-Zentrum” zertifiziert. Dabei werden die Kriterien hinsichtlich qualitätsorientierter Diagnostik und Therapie geprüft und darüber hinaus die Qualitätsmanagement-Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses, dem höchsten Beschluss­gremium der gemeinsamen Selbst­ver­waltung im deutschen Gesund­heitswesen, erfüllt. Durch die Zertifizierung ist erstmals ein einheitlicher Standard für die phlebologische Versorgung geschaffen worden, der objektiv eine hohe Struktur- und Versorgungsqualität sowie Prozesssicherheit in der Behandlung von Venenerkrankungen nachweist.

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Spezialambulanz für Varizen und venöse Ulcuschirurgie
Donnerstag, 13.00 – 15.00 Uhr

Gefäßchirurgische Ambulanz
Montag, 12.00 – 15.30 Uhr und Freitag, 08.30 – 15.30 Uhr

Nach telefonischer Terminvereinbarung unter 06415 7101-87160
Gebäude D, 1. Stock
Abteilung Allgemein- und Viszeralchirurgie
Kardinal Schwarzenberg Klinikum
Kardinal Schwarzenbergplatz 1
5620 Schwarzach im Pongau
www.ks-klinikum.at

WICHTIGE INFORMATIONEN

Informationen zu aktuellen Zutrittsregelungen

Der Zutritt ins Klinikum ist ausschließlich über den Screening-Bereich (Haupteingang Ost) möglich.

BESUCHER 

Besuchszeit täglich von 15.00-19.00 Uhr 
Ausnahmen: Patienten in lebenskritischen Situationen oder in Palliativbetreuung; Verabschiedung durch Angehörige; Eltern von Patienten der Kinder- und Jugendmedizin

Es gilt die 3 G-Regel:

    Geimpft:

    Als geimpft gilt:

    • Abgeschlossene Impfserie mit einem von der EMA zugelassenen Impfstoff.

    Gültigkeiten: 

    • Die erste Impfserie - 2 Impfungen oder Genesung (positives Testergebnis vor mind. 21 Tagen vor der Impfung) + 1 Impfung -  ist 180 Tage gültig.
    • Bei Kindern und Jugendlichen bis zum vollendeten 18. Lebensjahr darf die Zweitimpfung nicht länger als 210 Tage zurückliegen.
    • Bei zwei notwendigen Teilimpfungen gilt das Impfzertifikat ab dem 2. Impftermin.
    • Bei Genesenen mit einer Teilimpfung gilt das Impfzertifikat ab dem Impftermin.
    • Das Impfzertifikat der Booster-Impfung (3 Impfungen oder Genesung + 2 Impfungen) ist 365 Tage gültig. 
    • Zwischen erster und zweiter Impfung müssen mindestens 14 Tage, zwischen zweiter und dritter Impfung zumindest 90 Tage liegen.

    Als Impfnachweis gelten der gelbe Impfpass, ein Impf-Kärtchen sowie ein Ausdruck bzw. ein PDF (z.B. am Handy) der Daten aus dem e-Impfpass oder in der  App „Grüner Pass“.

    Genesen:

    • Genesungsnachweis, ärztliche Bestätigung oder Absonderungsbescheid über eine in den vergangenen 6 Monaten (180 Tagen) molekularbiolgisch bestätigte, überstandene Infektion.

    Getestet

    • PCR-Test einer befugten Stelle, dessen Abnahme nicht mehr als 72 Stunden zurückliegen darf.
    • Antigen-Test einer befugten Stelle, dessen Abnahme nicht mehr als 24 Stunden zurückliegen darf.
    • Antigen-Test zur Eigenanwendung, der in einem behördlichen Datenverarbeitungssystem erfasst wird und dessen Abnahme nicht mehr als 24 Stunden zurückliegen darf.

       

      BEGLEITPERSONEN

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      AMBULANZBETRIEB

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      • Für ambulante Patienten ist kein G-Nachweis erforderlich, jedoch erwünscht.
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      GEPLANTER STATIONÄRER AUFENTHALT

      Wenn Sie zu einem geplanten stationären bzw. tagesklinischen Aufenthalt ins Klinikum kommen, beachten Sie bitte:

      • Unabhängig vom Status "Geimpft" oder "Genesen" ist das Vorweisen eines negativen PCR-Testergebnisses (nicht älter als 72 Stunden) vor der Aufnahme auf die jeweilige Station erforderlich.
      • Tragen einer FFP-2-Maske
      • Ausfüllen des Symptom- und Fieberprotokolls