Land Salzburg beschloss Finanzierung des “Masterplans 2025”

- Land Salzburg beschloss Finanzierung des “Masterplans 2025”
- Ehemaliges Kinderspital wird abgerissen und ein Neubau für Psychiatrie, Anstaltsapotheke, klinische Diagnostik und Intensivstation Anästhesie errichtet
- Operationssäle werden saniert und auf einer Ebene zusammengeführt

- Konzept kann Anfang 2020 in konkrete Planung gehen

(12.12.2019, Schwarzach/Salzburg) - Das Land Salzburg investiert in den nächsten Jahren kräftig in den Um- und Ausbau des Kardinal Schwarzenberg Klinikums in Schwarzach. Die Landesregierung hat den entsprechenden Beschluss zur Finanzierung des “Masterplans 2025” für das Schwerpunktkrankenhaus im Pongau in Höhe von 56,4 Mio. Euro gefasst. 27,9 Mio. Euro sollen dabei vom Land kommen, 25,5 Mio. vom Salzburger Gesundheitsfonds SAGES und weitere 3 Mio. Euro sollen die 25 Pongauer Gemeinden beisteuern. Das Masterplan-Konzept des Klinikums sieht unter anderem den Abriss des ehemaligen Kinderspitals sowie einen Neubau auf diesem Areal vor, in welchen die Abteilung Psychiatrie, die Anstaltsapotheke, klinische Diagnostik (Pathologie, Mikrobiologie und Zentrallabor) sowie die Intensivstation der Anästhesie einziehen sollen. Zudem sollen die Operationssäle des Klinikums durch weitreichende Neubau- und Sanierungsmaßnahmen auf einer Ebene zusammengefasst werden.

Mit den Maßnahmen soll im zweitgrößten Spital des Bundeslandes die Versorgung der rund 200.000 im Innergebirg lebenden Menschen sowie der jährlich ebenso vielen Touristen dauerhaft gewährleistet werden. “Das Klinikum Schwarzach liegt an einem Knotenpunkt mit großem Einzugsgebiet. Gemeinsam mit dem Land Salzburg haben wir uns zum Ziel gesetzt, unsere Rolle als Schwerpunkt- und führendes Akut-Krankenhaus im Innergebirg nachhaltig auszubauen. Wir sind sehr froh, dass die konkreten Planungen nun zeitnah starten können. Es freut uns außerdem sehr, dass sich auch alle Pongauer Gemeinden an diesem wichtigen Infrastrukturprojekt beteiligen”, erklärt Klinikum-Geschäftsführer Ludwig Gold.

Gesundheits- und Spitalsreferent LH-Stv. Christian Stöckl: „Nach intensiven Vorbereitungen des Masterplans 2025 erfreut es mich sehr, dass ich im Landesbudget sowie im Salzburger Gesundheitsfonds (SAGES) in der mittelfristigen Planung die notwendigen Mittel sicherstellen konnte. Als Schwerpunktkrankenhaus nimmt das Kardinal Schwarzenberg Klinikum Schwarzach für die gesamte Versorgungsregion im Süden des Landes Salzburg eine führende Rolle in der Gesundheitsversorgung der Bevölkerung ein. Deshalb ist es besonders wichtig, dieses Krankenhaus ständig auf neuestem Stand zu halten.“

Psychiatrie erhält endlich mehr Platz

Konkret sieht der „Masterplan 2025“ den Abriss des bereits baubehördlich gesperrten und nicht sanierungsfähigen ehemaligen „Kinderspitals“ (Bauteil E) mitsamt dem derzeit noch in Nutzung befindlichen Anbau vor. Auf dem frei werdenden Areal im nördlichen Bereich des Klinikum-Geländes wird ein mehrstöckiger Neubau errichtet, in welchen die dann vergrößerte Abteilung Psychiatrie einziehen wird. „Mit dem Neubau erhält die Psychiatrie des Klinikums endlich mehr Platz und eine bedarfsadäquate Infrastruktur. Nach langjährigen intensiven Verhandlungen mit dem Land Salzburg konnte nun eine wichtige Entscheidung zum Wohle unserer Patienten ebenso wie unserer Mitarbeiter getroffen werden“, freut sich Klinikum-Geschäftsführer Gold.

Alle Operationssäle auf einer Ebene

Neben der Psychiatrie soll auch die Anstaltsapotheke des Klinikums in den Neubau E übersiedeln. Diese ist derzeit im Tiefparterre des ältesten Klinikum-Bauteils (G) und einem Container-Provisorium untergebracht. Ebenfalls neu verortet im Neubau werden die aus Pathologie, Mikrobiologie und Zentrallabor bestehende klinische Diagnostik sowie die anästhesiologische Intensivstation. Ein zentraler Teil des Masterplans ist zudem die Neukonzeptionierung und Zusammenführung der Operationssäle von bislang zwei auf eine Gebäudeebene – dazu werden im Neubau E neue Operationssäle errichtet und bestehende im angrenzenden Bauteil C saniert – inklusive Neuerrichtung und -verortung der AEMP (Aufbereitungseinheit für Medizinprodukte).

Ebenfalls Teil des Masterplans ist die Verbreiterung der einspurigen Rettungs-Zufahrt Ost. Sie soll auf zwei Spuren ausgebaut werden und einen Gehsteig für die vom Klinikum-Parkplatz kommenden Patienten, Besucher und Mitarbeiter erhalten. Zudem sind Sanierungen im Bauteil L vorgesehen – dort sollen neue Büros für die derzeit noch im Anbau des ehemaligen Kinderspitals untergebrachten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entstehen.

Baubeginn für Neubau E soll 2022 erfolgen

Mit der konkreten Planung für den Neubau des Bauteils E soll bereits Anfang 2020 begonnen werden. Im selben Jahr stehen auch die Verbreiterung der Rettungszufahrt Ost und die Sanierung im Bauteil L auf dem Programm. 2021 soll das ehemalige Kinderspital abgerissen, und 2022 dann mit dem Neubau begonnen werden. Dieser soll Ende 2025 in Betrieb gehen. Dann kann die Sanierung des alten OP-Bereichs inklusive AEMP (Aufbereitungseinheit für Medizinprodukte) im Bauteil C beginnen.

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