Neues Kamerasystem erhöht Sicherheit bei Schilddrüsen-Operationen

  • Spezialkamera verbessert Auffindbarkeit der Nebenschilddrüsen und ermöglicht Funktionskontrolle während des Eingriffs
  • Mehr Sicherheit für Patienten: Risiko einer dauerhaften Unterfunktion der Nebenschilddrüsen deutlich minimiert
  • Einsatz bei mehr als 300 OPs jährlich geplant

08.07.2020 - Im Kardinal Schwarzenberg Klinikum wurde ein neues Kamerasystem in Betrieb genommen, das dem Team der Chirurgie die Operation an der Schilddrüse immens erleichtert und die Sicherheit für die Patienten deutlich erhöht. Das Laser-basierte System “Fluobeam LX” ermöglicht ein schnelles und präzises Auffinden der Nebenschilddrüsen und zugleich die Überprüfung ihrer Funktionsfähigkeit während des Eingriffs. Das Kardinal Schwarzenberg Klinikum ist neben der Rudolfstiftung in Wien österreichweit das zweite Spital, in dem das neue System zum Einsatz kommt. Jährlich soll es bei rund 300 Eingriffen genutzt werden, rund 70.000 Euro wurden investiert. 

“Eine Verletzung der Nebenschilddrüsen ist neben der Lähmung des Stimmbandnervs die potenzielle Hauptkomplikation bei Schilddrüsenoperationen. Eine dauerhafte Unterfunktion der Nebenschilddrüsen kann die Folge sein. Mit unserem neuen Kamerasystem haben wir die Möglichkeit, zur Schonung der Nebenschilddrüsen denselben Sicherheitsansatz zu verfolgen, den wir mit dem Neuromonitoring der Stimmbandnerven bereits 2003 in unserer Abteilung eingeführt haben”, erklärt Primar Franz Messenbäck, Leiter der Chirurgie im Klinikum Schwarzach. “Durch die raschere und präzisere Identifikation der nur etwa linsengroßen Nebenschilddrüsen können wir das Risiko einer dauerhaften Unterfunktion deutlich reduzieren.”

Laserlicht macht Gewebe sichtbar

Bisher wurden die Nebenschilddrüsen durch direktes Aufsuchen bei der Präparation an der Schilddrüse lokalisiert. Ihre geringe Größe und ihre versteckte Lage, oft auch in atypischen Gebieten, wirken dabei erschwerend. Auch die Überprüfung ihrer Funktionsfähigkeit ist so nur sehr eingeschränkt oder gar nicht möglich. Das neue Kamerasystem nutzt eine physiologische Eigenschaft der Nebenschilddrüsen: ihre Autofluoreszenz, also das Abstrahlen von Licht unter bestimmten Bedingungen. „Die Nebenschilddrüsen fluoreszieren auf natürliche Weise bei Bestrahlung mit einer bestimmten Wellenlänge. Das neue Kamerasystem emittiert spezielles Laserlicht, erfasst die zurückgegebene Strahlung und macht das Gewebe der Nebenschilddrüsen auf einem Monitor sichtbar”, so Messenbäck. “Mit Hilfe eines intravenös verabreichten Farbstoffes kann zusätzlich auch die Durchblutung und somit die Funktionsfähigkeit überprüft werden. Für uns ergibt sich damit die Möglichkeit der Kontrolle und Dokumentation der Funktion der Nebenschilddrüsen während der Operation.”

Hohe Expertise bei Schilddrüsenerkrankungen

Schilddrüsenerkrankungen zählen zu den bekanntesten Schwerpunkten des Kardinal Schwarzenberg Klinikums. Zentrale Anlaufstelle für rund 13.000 Patienten jährlich bildet die Abteilung für Nuklearmedizin. Wird ein operativer Eingriff erforderlich, legen Experten aus den Fachbereichen Chirurgie, Nuklearmedizin und Pathologie im interdisziplinären „Schilddrüsenboard“ für jeden Patienten die individuelle Operationsstrategie fest. Mehr als 300 Patientinnen und Patienten jährlich vertrauen bei ihrem Schilddrüsen-Eingriff auf die außerordentlich hohe Qualität und Expertise der Chirurgischen Abteilung unter der Leitung von Primar Dr. Franz Messenbäck.

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WICHTIGE INFORMATIONEN

Der Zutritt ins Klinikum ist ausschließlich über den Screening-Bereich (Haupteingang Ost) möglich.

BESUCHER

Grundsätzlich gilt:

  • 1 Besucher pro Patient pro Tag für max. 1 Stunde
  • Besuchszeiten täglich von 15.00 -19.00 Uhr
    Ausnahmen: Patienten in lebensbedrohlichen Situationen oder in Palliativbetreuung; Verabschiedung durch Angehörige; Patienten der Kinder- und Jugendmedizin
  • Besuche sind nur nach telefonischer Terminvereinbarung möglich - 06415 71010

Für Besucher gilt die 2G-Plus Regel:

Geimpft plus gültiger PCR-Test:

Impfnachweis über eine mit einem zentral zugelassenen Impfstoff gegen COVID-19 erfolgte

  • Zweitimpfung, wobei die zweite Teilimpfung nicht länger als neun Monate (270 Tage) zurückliegen darf und zwischen der Erst- und Zweitimpfung mindestens 14 Tage verstrichen sein müssen
  • Impfung ab dem 22. Tag nach der Impfung bei Impfstoffen, bei denen nur eine Impfung vorgesehen ist, wobei diese nicht länger als neun Monate (270 Tage bzw. max. bis 02.01.2022) zurückliegen darf.
  • Impfung, sofern mindestens 21 Tage vor der Impfung ein positiver molekularbiologischer Test auf SARS-CoV-2 bzw. vor der Impfung ein Nachweis über neutralisierende Antikörper vorlag, wobei die Impfung nicht länger als neun Monate (270 Tage) zurückliegen darf.
  • Nach Erhalt einer weiteren Impfung (Auffrischung) beträgt die Gültigkeitsdauer des Impfnachweises weitere 270 Tage. Zwischen dieser Impfung und einer der drei oben genannten müssen mindestens 120 Tage (bzw. bei Einmalimpfungen mindestens 14 Tage) liegen.

Genesen plus gültiger PCR-Test:

Genesungsnachweis, ärztliche Bestätigung oder Absonderungsbescheid über eine in den vergangenen 6 Monaten (180 Tagen) molekularbiolgisch bestätigte, überstandene Infektion.

Für schulpflichtige Kinder bis 15 Jahren gilt der Ninja-Pass (bei eingehaltenen Testintervallen).

       

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      Begleitpersonen sind nur in Ausnahmefällen erlaubt. Informationen finden Sie hier.

       

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