Primar für neu gegründete Abteilung bestellt

(28.12.2020, Schwarzach/Salzburg) - Im Kardinal Schwarzenberg Klinikum in Schwarzach wurde OA Dr. Alexander Holzknecht (46) per 01. Januar 2021 zum ersten Primar der im August 2020 gegründeten Abteilung “Kinder- und Jugendpsychiatrie” bestellt. Das Pongauer Spital ist seit dem Jahr 2014 in diesem Bereich neben der Christian-Doppler-Klinik in der Landeshauptstadt die einzige klinische Anlaufstelle im gesamten Bundesland Salzburg. Bisher war die Kinder- und Jugendpsychiatrie und -Psychosomatik in Schwarzach ein Fachbereich der Abteilung Kinder- und Jugendmedizin mit OA Holzknecht als fachlichem Leiter. Die Abteilungsgründung untermauert die Bedeutung des Angebots und war ein wichtiger Schritt für die Sicherung der Ausbildung von Fachärzten im Salzburger Innergebirg. 

“Der Bedarf ist groß, immer mehr Kinder und Jugendliche leiden an psychischen Erkrankungen. Und dabei nehmen vor allem die schweren Fälle zu”, weiß der designierte Primar Alexander Holzknecht. Pro Jahr werden im Klinikum Schwarzach rund 300 betroffene Kinder und Jugendliche stationär und rund 1.000 ambulant versorgt. Dazu kommen über 100 auf der allgemeinpädiatrischen Station. „Wir legen dabei besonders hohen Wert auf eine enge multiprofessionelle Zusammenarbeit. Unser Team besteht aus Ärztinnen, Pflegekräften, Psychologinnen, Psychotherapeutinnen, Ergotherapeutinnen, Logopädinnen, Physiotherapeutinnen, Ernährungstherapeutinnen, Kunst- und Musiktherapeutinnen sowie Pädagoginnen. Dazu kommen noch die hauseigene Heilstättenschule und externe Therapeutinnen. In Summe sind wir rund 35 Personen“, so Holzknecht.

Gesamtes Behandlungsspektrum der Kinder- und Jugendpsychiatrie

Im Klinikum Schwarzach wird das gesamte Behandlungsspektrum der Kinder- und Jugendpsychiatrie abgedeckt. Dies reicht beispielsweise von Verhaltens- und Entwicklungsstörungen bei Kleinkindern über Lernstörungen im Schulalter bis hin zu Essstörungen oder Depressionen bei Jugendlichen. “Insbesondere seit Beginn des zweiten Lockdowns erleben wir diesbezüglich deutlich mehr akute Vorstellungen als zuvor. Die Belastungen in den Familien, auch im Zusammenhang mit dem Homeschooling, nehmen spürbar zu”, so Holzknecht. “Hinzu kommen neue Krankheitsbilder, wie beispielsweise Internetsucht. Laut Untersuchungen verfügen bereits mehr als 95 Prozent der Kinder und Jugendlichen über Smartphones und Internetzugang und verbringen immer mehr Zeit in den sozialen Medien.” Einzig einen Unterbringungsbereich gibt es in Schwarzach nicht. „Hier arbeiten wir sehr gut und abgestimmt mit dem Uniklinikum in Salzburg zusammen“, so Holzknecht.

Neue Abteilung sichert Ausbildungsstellen im Innergebirg

Um die steigende Zahl von Kindern und Jugendlichen mit psychischen Problemen adäquat versorgen zu können, braucht es künftig sowohl im stationären als auch im ambulanten Bereich ausreichende Ressourcen. “In diesem Zusammenhang bin ich froh, dass wir für unsere Versorgungsregion eine hochwertige klinische Versorgung anbieten können, und mit der Abteilungsgründung die Ausbildung im Innergebirg gesichert ist”, betont der designierte Primar. Das Klinikum Schwarzach verfügt über zwei vollwertige Ausbildungsstellen für künftige Fachärztinnen und -ärzte, die im Zeitraum von insgesamt sechs Jahren die Sonderfachausbildung absolvieren können.

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Zur Person:

Dr. Alexander Holzknecht (46) übernahm im Herbst 2014 die fachliche Leitung des Fachbereichs Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychosomatik im Kardinal Schwarzenberg Klinikum in Schwarzach. Seine Facharztausbildung zum Kinder- und Jugendpsychiater hat er an der Uniklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie in Salzburg absolviert. Zu seinen klinischen Schwerpunkten zählen psychosomatische Erkrankungen im Kinder- und Jugendalter, Essstörungen und Gruppen-Psychotherapie im stationären Setting. Der designierte Primar lebt mit seiner Familie (verheiratet, zwei Kinder) in Schwarzach. In seiner Freizeit nimmt der begeisterte Segler seit vielen Jahren mit Patienten der Schwarzacher Kinder- und Jugendpsychiatrie am Segelprojekt „Friedensflotte Mirno More“ teil und ist im Verein „Kinderhilfe – Kinder- und Jugendspital Schwarzach“ sowie bei den Naturfreunden Schwarzach tätig.

Kinder- und Jugendpsychiatrie in Schwarzach:

- Seit 2014 Fachbereich Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychosomatik der Abteilung Kinder- und Jugendheilkunde
- Seit 03. August 2020 eigene Abteilung unter interimistischer Leitung durch OA Dr. Alexander Holzknecht
- Multiprofessionelles Team versorgt jährlich rund 300 Kinder und Jugendliche stationär auf Station „Panorama“ (16 Betten) und rund 1000 ambulant; dazu kommen noch über 100 auf der allgemeinpädiatrischen Station
- Schwerpunkte: Essstörungen, Entwicklungsstörungen, psychosomatische Erkrankungen, affektive Erkrankungen und Angststörungen, Abklärung und Behandlung von Schulabsentismus mit Schulrückführung

WICHTIGE INFORMATIONEN

Ein Nachweis über eine geringe epidemiologische Gefahr ist erforderlich und beim Betreten des Klinikums vorzuweisen.

Es gilt die 3-G Regel:

Getestet

  • PCR-Test (nicht älter als 72 Std.)
  • Antigen-Test (nicht älter als 24 Std.)
  • Antigen-Selbsttest mit QR-Code (nicht älter als 24 Std.)
  • Nachweis über neutralisierende Antikörper (max. 3 Monate alt)

Geimpft:

Aktuelle Informationen zu den Regelungen betreffend Corona-Schutzimpfung finden Sie hier.

Genesen:

  • Ärztliche Bestätigung oder Absonderungsbescheid über eine in den vergangenen 6 Monaten durchgemachte und aktuell abgelaufene Infektion

Im gesamten Klinikum-Bereich ist das Tragen einer FFP-2-Maske verpflichtend. Die FFP-2-Maskenpflicht gilt ab dem Alter von 14 Jahren, ab 6 Jahren kann stattdessen ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden. Jüngere Kinder müssen den Mund-Nasenbereich nicht abdecken.

 

Wenn Sie zu einem geplanten stationären bzw. tagesklinischen Aufenthalt ins Klinikum kommen, gilt:

 

AMBULANZBETRIEB

Bitte beachten Sie:

  • Kommen Sie nur nach telefonischer Terminvereinbarung. Davon ausgenommen sind Notfälle.
  • Betreten Sie die Ambulanz erst unmittelbar vor Ihrem Termin.
  • Das Tragen FFP2-Schutzmaske ist im gesamten Innenbereich des Klinikums verpflichtend.