Vorübergehender Personalengpass im Bereich Gynäkologie und Geburtshilfe wird durch enge Kooperation mit anderen Spitälern überbrückt

(23.05.2022, Schwarzach/Salzburg) – Wie berichtet, entsteht im Kardinal Schwarzenberg Klinikum Schwarzach durch das Ausscheiden von vier ÄrztInnen der Gynäkologischen Abteilung zum 31. Juli bzw. im Fall von Primar Dr. Tuttlies zu einem späteren Zeitpunkt ein Personalengpass. Die Klinikleitung hat nach Bekanntwerden sofort reagiert und alles in die Wege geleitet, um so rasch als möglich Ersatz zu finden. Die Suche nach personeller Verstärkung läuft ebenfalls auf Hochtouren. „Während es Engpässe bei den Gynäkologen gibt, treffe das in der Pflege und bei den Hebammen nicht zu“, versicherten Pflegedirektorin Dr.in Ines G. Hartmann und Personaldirektor Mag. Karl Söllhammer.

Lösungen im Sinne der schwangeren Frauen und des Ärzteteams

Die nächsten Schritte wurden bei einem sehr konstruktiven und offenen Gesprächstermin mit Landeshauptmann Dr. Wilfried Haslauer, Gesundheitsreferent Landeshauptmann-Stv. Dr. Christian Stöckl, den Eigentümervertretern des KSK, der Geschäftsführung, der ärztlichen Direktion, den Mitgliedern der Geschäftsleitung und den betroffenen Ärzten vorgestellt.

Für ihn sei die Verstärkung der Zusammenarbeit über die Bezirksgrenzen hinweg ein Schlüssel für die Lösung von Engpässen, erklärte Landeshauptmann Haslauer. Ihm sei es wichtig, dass Lösungen gefunden werden, die keine Verunsicherung der schwangeren Frauen hervorruft. Um das längerfristig erreichen zu können, müssten gemeinsam weiterhin alle Anstrengungen unternommen werden, das ärztliche Personal zu entlasten. Für das Ärzteteam brauche es Perspektiven und weniger zeitlichen Druck, der durch Unterbesetzung beim ärztlichen Personal und gleichzeitiger Leistungsverdichtung entsteht. Landeshauptmann-Stv. Stöckl erklärte, dass er als Gesundheitsreferent erwarte, dass das Schwerpunktkrankenhaus für die Gebirgsgaue weiterhin voll funktionsfähig ist und der Versorgungsauftrag eingehalten werden kann. Das ärztliche Personal müsse zeitnah nachbesetzt werden, das Arbeitsklima in der Abteilung verbessert werden.

Stellen sind bereits ausgeschrieben, Personalberater beauftragt, mit ärztlichen Mitarbeitern im engen Kontakt

Geschäftsführerin Dr. Cornelia Lindner berichtete, dass die Ausschreibung der offenen Positionen zeitnah erfolgt ist. Besonders betonte sie, dass sie hier sehr eng mit der Landessanitätsdirektion zusammenarbeite. Erste Interessenten und konkrete Bewerber hätten sich bereits bei ihr gemeldet. Zudem hoffe sie nach wie vor, dass es ihr gelinge, die eine oder andere der Ärztinnen, die gekündigt haben, dafür zu gewinnen, im Klinikum zu bleiben. Ein Arzt hat seine Kündigung inzwischen wieder zurückgezogen. Außerdem habe sie die Ärztliche Direktion und die Personaldirektion beauftragt, gemeinsam mit den ärztlichen Mitarbeitern stations- und ambulanzentlastende Maßnahmen zu erarbeiten. Parallel dazu müsse der landesweite Fachärztemangel in der Gynäkologie endlich an der Wurzel gepackt werden, denn er tangiere alle Häuser in Salzburg gleichermaßen.

Kooperation mit Nachbarspitälern und niedergelassenen GynäkologInnen

Die ärztliche Leitung – Prim. Dr. Manfred Mittermair und Prof. Dr. Josef Riedler – berichtete darüber, dass dazu bereits mit den Spitälern in den angrenzenden Bezirken gesprochen wurde, Geburten aus ihren Bezirken in den Wohnsitzspitälern durchzuführen. „Auch die niedergelassenen Gynäkologinnen und Gynäkologen sind informiert und eingebunden“, versicherte Primar Riedler.

400 Normalgeburten von Frauen jährlich, die außerhalb des Pongaus wohnen, aber in das KSK zur Entbindung kommen, werden künftig in den Krankenhäusern Zell am See, St. Johann in Tirol, Hallein, Schladming und im Uniklinikum Salzburg durchgeführt. Die 400 Normalgeburten bedeuten ein Drittel aller Entbindungen (im KSK waren es 2021 insgesamt knapp 1.200).

Die Übernahme von rund einem Drittel der Normalgeburten bringe eine deutliche Entlastung des Ärzteteams in der Gynäkologie und Geburtshilfeabteilung, sodass es bei Risikogeburten seitens des KSK keine Einschränkungen gibt. Gleiches gelte auch bei Frühgeburten ab 29 Schwangerschaftswochen, die durch die Neonatologie am KSK betreut werden. Patientinnen mit einem onkologischen Befund, die sich bereits in Behandlung befinden, werden in Zusammenarbeit mit der Abteilung Innere Medizin des KSK weiter betreut. „Neue onkologische Patientinnen können vorübergehend nicht aufgenommen werden“, erklärte Primar Riedler. Stanzen der Brust zur diagnostischen Abklärung übernimmt das zertifizierte radiologische Brustgesundheitszentrum des KSK.

Er begrüße die erarbeiteten Lösungen und die Zusammenarbeit der Krankenhäuser in der Region 52 und darüber hinaus außerordentlich, erklärte Landeshauptmann Haslauer. Für ihn sei es wichtig, den Frauen Sicherheit zu geben. LH-Stv. Christian Stöckl steht in persönlicher Verbindung mit dem Tauernklinikum sowie den Landeskrankenhäusern und unterstützt nach Kräften die Vernetzung, um die Versorgung landesweit sicherzustellen. „Die Zusammenarbeit der Krankenhäuser über das gesamte Bundesland funktioniert sehr gut, wie wir in den Krisenzeiten der letzten beiden Jahre gezeigt haben.“ Der stv. ärztliche Direktor Primar Dr. Riedler versicherte: „Fix ist: Wir werden niemanden bei einem Notfall abweisen, weil die Postleitzahl nicht passt. Es gilt, Fingerspitzengefühl zu wahren.“

 

WICHTIGE INFORMATIONEN

Aktuelle Informationen zu Leistungsanpassungen Frauenheilkunde & Geburtshilfe

Sehr geehrte Patientin!

Die aktuell angespannte Personalsituation im Ärzteteam der Abteilung Frauenheilkunde & Geburtshilfe erfordert ab 30. Mai Leistungsanpassungen. Die Versorgung von gynäkologischen Notfällen ist in jedem Fall gesichert.

Die wesentlichen Maßnahmen sind hier zusammengefasst.

Keine Änderungen gibt es bei:

  • Normalgeburten von allen im Bezirk Pongau und Lungau wohnhaften Patientinnen
  • Risiko- und Frühgeburten ab 29 Schwangerschaftswochen für alle Patientinnen unabhängig vom Wohnort
  • Patientinnen mit einem onkologischen Befund, die sich bereits in Behandlung befinden. Diese Patientinnen werden in Zusammenarbeit mit der Abteilung für Innere Medizin des KSK betreut.
  • Stanz-Biopsien bei Auffälligkeiten in der Brust in Zusammenarbeit mit der Abteilung für Radiologie
  • Mit den Krankenhäusern Zell am See, St. Johann in Tirol, Hallein, Schladming und dem Uniklinikum Salzburg wurde vereinbart, dass normale Geburten von Schwangeren aus diesen Bezirken im Wohnsitzbezirk stattfinden.
  • Eine Aufnahme von neuen onkologischen Patientinnen ist derzeit nicht möglich.
  • Die Biopsie der Brust (Entnahme einer Gewebeprobe) zur Abklärung von Auffälligkeiten ist weiterhin im KSK möglich. Bitte kontaktieren Sie in diesem Fall für eine Terminvereinbarung unsere Abteilung für Radiologie von Montag – Freitag (Zeitraum): 06415 7101 2043

Informationen zu aktuellen Zutrittsregelungen

Der Zutritt ins Klinikum ist ausschließlich über den Screening-Bereich (Haupteingang Ost) möglich.

BESUCHER

Grundsätzlich gilt:

  • 1 Besucher pro Patient pro Tag für max. 1 Stunde
  • Besuchszeiten täglich von 15.00 -19.00 Uhr
    Ausnahmen: Patienten in lebensbedrohlichen Situationen oder in Palliativbetreuung; Verabschiedung durch Angehörige; Patienten der Kinder- und Jugendmedizin
  • Besuche sind nur nach telefonischer Terminvereinbarung möglich - 06415 71010

Es gilt die 3 G-Regel:

    Geimpft:

    Als geimpft gilt:

    • Abgeschlossene Impfserie mit einem von der EMA zugelassenen Impfstoff.

    Gültigkeiten: 

    • Die erste Impfserie - 2 Impfungen oder Genesung (positives Testergebnis vor mind. 21 Tagen vor der Impfung) + 1 Impfung -  ist 180 Tage gültig.
    • Bei Kindern und Jugendlichen bis zum vollendeten 18. Lebensjahr darf die Zweitimpfung nicht länger als 210 Tage zurückliegen.
    • Bei zwei notwendigen Teilimpfungen gilt das Impfzertifikat ab dem 2. Impftermin.
    • Bei Genesenen mit einer Teilimpfung gilt das Impfzertifikat ab dem Impftermin.
    • Das Impfzertifikat der Booster-Impfung (3 Impfungen oder Genesung + 2 Impfungen) ist 365 Tage gültig. 
    • Zwischen erster und zweiter Impfung müssen mindestens 14 Tage, zwischen zweiter und dritter Impfung zumindest 90 Tage liegen.

    Als Impfnachweis gelten der gelbe Impfpass, ein Impf-Kärtchen sowie ein Ausdruck bzw. ein PDF (z.B. am Handy) der Daten aus dem e-Impfpass oder in der  App „Grüner Pass“.

    Genesen:

    • Genesungsnachweis, ärztliche Bestätigung oder Absonderungsbescheid über eine in den vergangenen 6 Monaten (180 Tagen) molekularbiolgisch bestätigte, überstandene Infektion.

    Getestet

    • PCR-Test einer befugten Stelle, dessen Abnahme nicht mehr als 72 Stunden zurückliegen darf.
    • Antigen-Test einer befugten Stelle, dessen Abnahme nicht mehr als 24 Stunden zurückliegen darf.
    • Antigen-Test zur Eigenanwendung, der in einem behördlichen Datenverarbeitungssystem erfasst wird und dessen Abnahme nicht mehr als 24 Stunden zurückliegen darf.

       

      BEGLEITPERSONEN

      Pro Patient ist eine Begleitperson zugelassen. Informationen finden Sie hier.

       

      AMBULANZBETRIEB

      Bitte beachten Sie:

      • Für ambulante Patienten ist kein G-Nachweis erforderlich, jedoch erwünscht.
      • Kommen Sie nur nach telefonischer Terminvereinbarung. Davon ausgenommen sind Notfälle.
      • Betreten Sie die Ambulanz erst unmittelbar vor Ihrem Termin.
      • Das Tragen FFP2-Schutzmaske ist im gesamten Innenbereich des Klinikums verpflichtend.

      GEPLANTER STATIONÄRER AUFENTHALT

      Wenn Sie zu einem geplanten stationären bzw. tagesklinischen Aufenthalt ins Klinikum kommen, beachten Sie bitte: