Kardinal Schwarzenbergplatz 1
A-5620 Schwarzach im Pongau
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24.04.2025 - Seit 25 Jahren besuchen professionelle Gesundheitsclowns das Kardinal Schwarzenberg Klinikum in Schwarzach und schenken jungen Patient*innen, Angehörigen und Mitarbeiter*innen ein Lachen in herausfordernden Momenten. Mit mehr als 1.900 Einsätzen und über 47.800 persönlichen Begegnungen haben sie eindrucksvoll gezeigt: Gesundheitsclownerie wirkt – und sie ist längst zu einem festen, unverzichtbaren Bestandteil des Spitalsalltags geworden – ein langer Weg, der gestern bei einem ganz besonderen Festakt gefeiert wurde.
Seit 25 Jahren gelebte Partnerschaft
Die gemeinsame Erfolgsgeschichte nahm 2001 ihren Anfang: Seither bringen die professionellen Künstler*innen – damals noch von Clowndoctors Salzburg, heute von ROTE NASEN – zweimal die Woche Leichtigkeit, Mut und Freude auf die Abteilungen für Kinder- und Jugendmedizin sowie für Kinder- und Jugendpsychiatrie des Kardinal Schwarzenberg Klinikums.
Mit ihrem einfühlsamen und humorvollen Auftreten haben die Clowns die Herzen von Groß und Klein erobert. Sie begegnen Kindern individuell und mit Feingefühl, schaffen Nähe und Momente voller Freude und Entlastung – genau dort, wo der Alltag auch von Schmerzen, Unsicherheit oder Angst geprägt sein kann.
„Wir freuen uns sehr, dass die Gesundheitsclowns seit nunmehr 25 Jahren nach Schwarzach kommen. Ihre positive, gesundheitsfördernde Wirkung auf unsere Kinder und Jugendlichen ist gut belegt. Mit Empathie und Feingefühl vermitteln die Clowns heilsam Spaß und Freude, bauen Brücken und brechen so manches Eis. Sie berühren alle in ihrer Umgebung, kommunizieren direkt und spontan – doch nie ohne Respekt. Sie bereichern unsere Arbeit und bringen stets auch unser Team in eine positive Stimmung, erweitern unseren Blick und schaffen neue Perspektiven“, sagt Primar Dr. Christoph Seelbach, Leiter der Abteilung für Kinder- und Jugendmedizin.
ROTE NASEN-Auszeichnung für die Abteilung der Kinder- und Jugendmedizin
Im Rahmen der Jubiläumsfeier zeichnete ROTE NASEN die Abteilung der Kinder- und Jugendmedizin des Kardinal Schwarzenberg Klinikums als Paradebeispiel für eine langjährige, professionelle und herzliche Zusammenarbeit aus.
„Wir sind sehr dankbar für die wertvolle Partnerschaft mit der Abteilung für Kinder- und Jugendmedizin. Seit 25 Jahren werden Clowns hier mit offenen Armen empfangen und sind ein fester Bestandteil des Stationsalltags. Gemeinsam haben wir unzählige berührende Begegnungen geschaffen. Wir freuen uns auf viele weitere Jahre hier“, erklärt Karin Kufner-Humer, Geschäftsführerin von ROTE NASEN.
Gesundheitsclownerie wirkt nachweislich
Humor stärkt, gibt Mut und macht schwere Situationen leichter. Die Clownerie von ROTE NASEN ist eine ganz besondere Kunst, die eine wirkungsvolle Intervention im Gesundheitswesen darstellt. Sie unterstützt Patient*innen, Angehörige und sogar das Personal dabei, Belastungen zu reduzieren und Lichtblicke an schwierigen Tagen zu erleben.
„Clownerie ist kein Medikament – und doch wirkt sie nachweislich“, sagt Martin Kotal, Künstlerischer Leiter von ROTE NASEN, und ergänzt: „Gerade der Clown – als Brücke zwischen Ernsthaftigkeit und Heiterkeit – wird von Menschen jeden Alters als positive Unterbrechung des Klinikgeschehens wahrgenommen. Er inspiriert dazu, die Realität aus einer neuen Perspektive zu betrachten, bringt Leichtigkeit in belastenden Zeiten und ermöglicht es, trotz Krankheit wieder zu lachen.“
In Zeiten voller Herausforderungen, die den Menschen viel abverlangen und in denen psychische Belastungen sowie Erkrankungen stetig zunehmen, sieht ROTE NASEN einen klaren gesellschaftlichen Auftrag darin, durch Humor die Resilienz der Menschen zu stärken und damit zur mentalen Gesundheit beizutragen. Auch in Zukunft verfolgt ROTE NASEN daher das Ziel, ein Lachen dorthin zu bringen, wo es dringend gebraucht wird.
Infobox Gesundheitsclownerie im Kardinal Schwarzenberg Klinikum:
Über ROTE NASEN Clowndoctors
ROTE NASEN Clowndoctors hat sich zum Ziel gesetzt, Menschen Lebensfreude und ein Lachen zu schenken, wenn sie es am meisten brauchen. Seit 1994 bringen speziell ausgebildete Gesundheitsclowns Lachen zu kleinen und großen Patient*innen in medizinischen Einrichtungen und zu Senior*innen in Pflegeheimen. Sie begeben sich in sonderpädagogische Zentren und soziale Einrichtungen. Sie geben geflüchteten Menschen in Erstaufnahmezentren und Unterkünften ein Stück Lebensfreude zurück.
Mit Lachen, Liedern, Zaubertricks, mit viel Improvisation und einfühlsamer Zuwendung bringen ROTE NASEN Clowns Momente des Glücks und eine neue Leichtigkeit in schwierigen Situationen. Clownerie ist kein Medikament, doch Clownerie im Gesundheitswesen wirkt. Das wurde mittlerweile mehrfach wissenschaftlich bewiesen und das zeigt sich bei der täglichen Arbeit immer wieder aufs Neue.
2025 waren in Österreich 88 ROTE NASEN Clowns bei 4.564 Clowneinsätzen in 207 medizinischen und sozialen Einrichtungen in Wien, Niederösterreich, Burgenland, Steiermark, Kärnten, Salzburg und Tirol unterwegs. Dabei hatten sie 293.289 einfühlsame Begegnungen mit humorbedürftigen Menschen.
ROTE NASEN: österreichische Wurzeln, weltweite Nachfrage
Gesundheitsclownerie wirkt und ist mittlerweile ein unverzichtbarer Bestandteil des Gesundheitswesens. Kein Wunder also, dass sich die ROTE NASEN-Idee von Österreich ausgehend in 10 weitere Länder verbreitet hat.
Bilder: ROTE NASEN / Roland Hölzl