Stroke Unit (Schlaganfalleinheit) Abteilung Neurologie

Der Schlaganfall ist in Österreich nach Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs die dritthäufigste Todesursache und die Hauptursache für bleibende Behinderungen bei betroffenen Menschen.

Im Falle einer plötzlichen Durchblutungsstörung des Gehirns, die den Schlaganfall auslöst, ist eine rasche und adäquate neurologische Behandlung unerlässlich. Es zählt buchstäblich jede Sekunde. Die relevanten Akutuntersuchungen und die Einleitung der richtigen Therapieschritte sollten unbedingt innerhalb von 4,5 Stunden nach Beginn der Symptomatik erfolgen – idealerweise in einem Krankenhaus mit einer auf die Behandlung akuter Schlaganfälle spezialisierten Einheit: einer sogenannten „Stroke Unit”. Im Bundesland Salzburg ist neben der Christian-Doppler-Klinik nur das Kardinal Schwarzenberg Klinikum mit einer solchen Einheit ausgestattet.

Die Schwarzacher Stroke Unit verfügt über 4 Betten und befindet sich in Gebäude F, 1. Stock (siehe interaktiver Lageplan). Zusätzlich führt das Klinikum eine Einheit zur Neurologie-Akutnachbehandlung mit 5 Betten.

Neben der ärztlichen Versorgung spielt die Pflege eine entscheidende Rolle für den Behandlungs- und Genesungsprozess. Dabei wird in Schwarzach das sogenannte Bobath-Konzept – einer der weltweit am häufigsten angewendeten Therapieansätze zur Behandlung von Schlaganfall-Patienten – umgesetzt.

Besuche

Schlaganfall-PatientInnen brauchen ausreichend Ruhe, um sich zu erholen. Darum sollten nicht mehr als ein bis maximal zwei BesucherInnen gleichzeitig bei der Patientin / dem Patienten sein.

Am Vormittag wird mit den PatientInnen intensiv krankengymnastisch, ergotherapeutisch und logopädisch gearbeitet, außerdem finden in dieser Zeit wichtige Untersuchungen (Visite) statt.

  • Melden Sie sich bitte durch Klingeln an unserer Eingangstür und warten Sie, bis Sie von einer Pflegekraft hineingeführt werden. Jacken und Handtaschen müssen im Garderobenbereich versperrt werden.
  • Die intensive Betreuung der Patienten macht es unter Umständen erforderlich, dass Sie länger auf Einlass warten müssen. Wir bitten Sie dafür um Verständnis.

Das erhöhte Ruhebedürfnis der IntensivpatientInnen und die aufwändigen Pflege- und Therapiemaßnahmen erlauben nur eingeschränkte Besuchszeiten.

Nachmittags von 13.00 - 15.00 Uhr 
Abends von 19.00 - 20.00 Uhr

(Am Vormittag finden wichtige Untersuchungen und Therapien bei den PatientInnen statt)

Sollte das Einhalten dieser Zeiten für Sie nicht möglich sein, sprechen Sie bitte mit dem Pflegepersonal.

Wir halten es für sehr wichtig, dass Sie als nächste/r Angehörige/r Kontakt zur Patientin / zum Patienten halten. Gerade wenn Ihr/e Angehörige/r durch den Schlaganfall am Sprechen gehindert ist, kann dies von Ihnen gegebenenfalls ein besonderes Maß an Verständnis und Geduld erfordern.

  • Versuchen Sie mit Ihrem Angehörigen trotzdem in Kontakt zu treten.
  • Haben Sie keine Angst davor, ihn zu berühren oder Wange und Hand zu streicheln.
  • Tun Sie alles, damit er das Gefühl hat, in seiner Lage nicht alleine zu sein.
  • Es hilft auch zu erzählen, was in seinem gewohnten Umfeld weiter passiert.
  • Um das Patientenzimmer etwas persönlicher zu gestalten, dürfen Sie gerne Fotos, Musik, Deodorant, Parfum oder andere vertraute Gegenstände mitbringen gegebenen falls festes Schuhwerk zur Mobilisierung.
  • Essen und Trinken kann nach Schlaganfällen gestört sein und die Patientin / den Patienten erheblich gefährden. Es ist wichtig, dass Sie Getränke und Speisen erst nach Rücksprache mit dem Pflegepersonal anbieten.
  • Es besteht die Möglichkeit des Beistandes eines Geistlichen oder einer Psychologin / eines Psychologen für Ihre/n Angehörige/n. Bitte wenden Sie sich an die zuständige Pflegekraft.

Ein Besuch ist nur von den engsten Angehörigen bzw. Bezugspersonen gestattet. Aus Rücksicht und zum Wohle des Patienten sind maximal zwei Besucher gleichzeitig erlaubt. Kinder ab 12 Jahren dürfen zu Besuch kommen, jedoch sollten sie gut aufgeklärt und vorbereitet sein.

Damit nur ausgewählte und erwünschte BesucherInnen zu Ihrem Angehörigen kommen, ersuchen wir um ein Patienten-Kennwort, welches Sie selber aussuchen können.

Eine Händedesinfektion ist vor Betreten und Verlassen des Patientenzimmers bzw. nach dem Reinigen der Nase wegen der hohen Infektanfälligkeit von Intensivpatienten unbedingt durchzuführen. Sie finden dazu in jedem Zimmer eine eigene Apparatur.

Sollten Sie erkranken, verschieben Sie bitte den geplanten Besuch. Die Ansteckungsgefahr ist zu hoch.

Schalten Sie Ihr Mobiltelefon vor dem Betreten der Intensivstation aus. Es kann Funktionsstörungen der medizinischen Geräte verursachen.

Blumen dürfen aus hygienischen Gründen nicht mitgebracht werden, Getränke und Nahrungsmittel nur nach Rücksprache mit dem Pflegepersonal. Wir legen großen Wert auf den Schutz der Privat- und Intimsphäre der Mitpatienten: Bitte achten Sie darauf!

Um den PatientInnen einen geregelten Tag- und Nachtrhythmus zu ermöglichen, bitten wir Sie, die Besuche um 20.00 Uhr zu beenden.

Wir dürfen telefonisch keine detaillierten Auskünfte erteilen. Die engsten Angehörigen erhalten während der Dienstzeit von13.00 Uhr und 15.00 Uhr eine persönliche Auskunft von der diensthabenden Ärztin/dem diensthabenden Arzt. Bitte teilen Sie uns dafür einen Hauptansprechpartner mit und informieren Sie sich dann gegenseitig.

Schlaganfall

Unter einem Schlaganfall versteht man eine plötzliche Durchblutungsstörung im Gehirn, die sich mit dem ebenso plötzlichen Auftreten bestimmter neurologischer Symptome zu erkennen gibt. Bei solchen neurologischen Symptomen kann es sich typischerweise handeln z.B. um eine plötzliche Schwäche oder Ungeschicklichkeit eines Armes oder einer Hand, oder der Schwäche einer gesamten Körperhälfte. Auch eine plötzliche Asymmetrie im Gesicht – der sogenannte hängende Mundwinkel – kann zusammen mit den genannten Symptomen oder isoliert für sich ein solches Schlaganfallsymptom sein. Deutlich zu erkennen gibt sich ein Schlaganfall z.B. auch an einer Sprechstörung, also der Unfähigkeit, die richtigen Worte herauszubringen bzw. sich verständlich auszudrücken.

Es gibt außerdem weniger eindrucksvolle Symptome, die ebenfalls durch einen Schlaganfall bedingt sein können, wie z.B. Schwindel und bestimmte Sehstörungen, die in unterschiedlichen Kombinationen auftreten können; auch hier ist es in erster Linie die zeitliche Dynamik des Auftretens solcher Symptome, die an einen Schlaganfall denken lassen sollen: je plötzlicher das Auftreten solcher Symptome ist, umso eher liegt ein – u.U. rechtzeitig behandelbarer – Schlaganfall ursächlich zugrunde. Für alle diese Symptome gibt es neben einem Schlaganfall auch alternative (z.T. auch harmlose) Erklärungen, die allerdings nur nach sorgfältiger Erhebung der Vorgeschichte und einer klinisch-neurologischen Untersuchung durch einen erfahrenen Facharzt für Neurologie in Betracht gezogen werden können.


Für neurologische Notfälle ist unsere Zentrale Notaufnahme (ZNA)täglich von 0-24 h geöffnet (keine Anmeldung erforderlich!).

Eingang A, Erdgeschoss

Kontakt Stroke Unit

Stroke Unit (Gebäude F, 1. Stock)

Tel.: +43 6415 7101-84189

Besuchszeiten: Täglich 13.00 - 15.00 Uhr und 19.00 - 20.00 Uhr

Zum Bereich Neurologie.

WICHTIGE INFORMATIONEN

Aktuelle Informationen zu Leistungsanpassungen Frauenheilkunde & Geburtshilfe

Sehr geehrte Patientin!

Die aktuell angespannte Personalsituation im Ärzteteam der Abteilung Frauenheilkunde & Geburtshilfe erfordert ab 30. Mai Leistungsanpassungen. Die Versorgung von gynäkologischen Notfällen ist in jedem Fall gesichert.

Die wesentlichen Maßnahmen sind hier zusammengefasst.

Keine Änderungen gibt es bei:

  • Normalgeburten von allen im Bezirk Pongau und Lungau wohnhaften Patientinnen
  • Risiko- und Frühgeburten ab 29 Schwangerschaftswochen für alle Patientinnen unabhängig vom Wohnort
  • Patientinnen mit einem onkologischen Befund, die sich bereits in Behandlung befinden. Diese Patientinnen werden in Zusammenarbeit mit der Abteilung für Innere Medizin des KSK betreut.
  • Stanz-Biopsien bei Auffälligkeiten in der Brust in Zusammenarbeit mit der Abteilung für Radiologie
  • Mit den Krankenhäusern Zell am See, St. Johann in Tirol, Hallein, Schladming und dem Uniklinikum Salzburg wurde vereinbart, dass normale Geburten von Schwangeren aus diesen Bezirken im Wohnsitzbezirk stattfinden.
  • Eine Aufnahme von neuen onkologischen Patientinnen ist derzeit nicht möglich.
  • Die Biopsie der Brust (Entnahme einer Gewebeprobe) zur Abklärung von Auffälligkeiten ist weiterhin im KSK möglich. Bitte kontaktieren Sie in diesem Fall für eine Terminvereinbarung unsere Abteilung für Radiologie von Montag – Freitag (Zeitraum): 06415 7101 2043

Informationen zu aktuellen Zutrittsregelungen

Der Zutritt ins Klinikum ist ausschließlich über den Screening-Bereich (Haupteingang Ost) möglich.

BESUCHER

Grundsätzlich gilt:

  • 1 Besucher pro Patient pro Tag für max. 1 Stunde
  • Besuchszeiten täglich von 15.00 -19.00 Uhr
    Ausnahmen: Patienten in lebensbedrohlichen Situationen oder in Palliativbetreuung; Verabschiedung durch Angehörige; Patienten der Kinder- und Jugendmedizin
  • Besuche sind nur nach telefonischer Terminvereinbarung möglich - 06415 71010

Es gilt die 3 G-Regel:

    Geimpft:

    Als geimpft gilt:

    • Abgeschlossene Impfserie mit einem von der EMA zugelassenen Impfstoff.

    Gültigkeiten: 

    • Die erste Impfserie - 2 Impfungen oder Genesung (positives Testergebnis vor mind. 21 Tagen vor der Impfung) + 1 Impfung -  ist 180 Tage gültig.
    • Bei Kindern und Jugendlichen bis zum vollendeten 18. Lebensjahr darf die Zweitimpfung nicht länger als 210 Tage zurückliegen.
    • Bei zwei notwendigen Teilimpfungen gilt das Impfzertifikat ab dem 2. Impftermin.
    • Bei Genesenen mit einer Teilimpfung gilt das Impfzertifikat ab dem Impftermin.
    • Das Impfzertifikat der Booster-Impfung (3 Impfungen oder Genesung + 2 Impfungen) ist 365 Tage gültig. 
    • Zwischen erster und zweiter Impfung müssen mindestens 14 Tage, zwischen zweiter und dritter Impfung zumindest 90 Tage liegen.

    Als Impfnachweis gelten der gelbe Impfpass, ein Impf-Kärtchen sowie ein Ausdruck bzw. ein PDF (z.B. am Handy) der Daten aus dem e-Impfpass oder in der  App „Grüner Pass“.

    Genesen:

    • Genesungsnachweis, ärztliche Bestätigung oder Absonderungsbescheid über eine in den vergangenen 6 Monaten (180 Tagen) molekularbiolgisch bestätigte, überstandene Infektion.

    Getestet

    • PCR-Test einer befugten Stelle, dessen Abnahme nicht mehr als 72 Stunden zurückliegen darf.
    • Antigen-Test einer befugten Stelle, dessen Abnahme nicht mehr als 24 Stunden zurückliegen darf.
    • Antigen-Test zur Eigenanwendung, der in einem behördlichen Datenverarbeitungssystem erfasst wird und dessen Abnahme nicht mehr als 24 Stunden zurückliegen darf.

       

      BEGLEITPERSONEN

      Pro Patient ist eine Begleitperson zugelassen. Informationen finden Sie hier.

       

      AMBULANZBETRIEB

      Bitte beachten Sie:

      • Für ambulante Patienten ist kein G-Nachweis erforderlich, jedoch erwünscht.
      • Kommen Sie nur nach telefonischer Terminvereinbarung. Davon ausgenommen sind Notfälle.
      • Betreten Sie die Ambulanz erst unmittelbar vor Ihrem Termin.
      • Das Tragen FFP2-Schutzmaske ist im gesamten Innenbereich des Klinikums verpflichtend.

      GEPLANTER STATIONÄRER AUFENTHALT

      Wenn Sie zu einem geplanten stationären bzw. tagesklinischen Aufenthalt ins Klinikum kommen, beachten Sie bitte: