Perioperative Medizin Begleitung vor, während und nach der Operation

Ein operativer Eingriff braucht eine sichere, verlässliche Anästhesie. Der Anästhesist ist ausgebildet, mit hochwirksamen Medikamenten Narkosen oder Regionalanästhesien durchzuführen und gleichzeitig die lebenserhaltenden Funktionen, wie beispielsweise die Atmung und das Herz-Kreislaufsystem zu überwachen und unterstützen. Der Anästhesist begleitet den Patienten perioperativ - also vor, während und nach der Operation.

Im Kardinal Schwarzenberg Klinikum werden jährlich rund 10.000 Anästhesien durchgeführt.

Man unterscheidet drei Arten von Anästhesien:

Allgemeinanästhesie (Narkose)

Ist eine Narkose gefährlich? Kann ich während der Narkose aufwachen? Werde ich träumen? Die Fragen rund um die Narkose sind vielfältig. Wir beantworten sie gerne im gemeinsamen, verbindlichen Erstgespräch im Rahmen der Ambulanz für Anästhesie

Bewusstsein und Schmerzempfinden werden gezielt durch Medikamente ausgeschalten und eine totale Muskelentspannung tritt ein. Früher versuchte man diese drei Grundbedingungen durch ein einziges Medikament, wie zum Beispiel Äther oder Chloroform zu erreichen. Heute werden balancierte Anästhesien durchgeführt. Das bedeutet, die sinnvolle Kombination mehrerer Medikamente mit unterschiedlicher Hauptwirkung und insgesamt geringerer Dosis. Die Medikamente sind in der Regel nach 24 Stunden abgebaut.

Die Tiefe der Narkose wird - samt entsprechender Schmerzüberwachung - während des Eingriffes laufend den Bedürfnissen und dem Zustand des Patienten angepasst. Zusätzlich überwacht der Anästhesist sämtliche Körperfunktionen, wie zum Beispiel Atmung, Herz-Kreislauf- und Nierenfunktion sowie Flüssigkeits- und Elektrolytersatz etc. 

Keine feste Nahrung mindestens sechs Stunden vor dem Eingriff. Wasser und Tee können bis zu vier Stunden vorher noch getrunken werden.

Wir operieren am Kardinal Schwarzenberg Klinikum blutarm und versuchen, wenn möglich einen Blutverlust durch Eigenbluttransfusionen mittels MAT (maschinelle Autotransfusion) abzudecken. Dabei wird dem Patienten aus einem sterilen Operationsbereich mit einem speziellen Sauggerät Blut entnommen. Dieses Blut kommt in eine Zentrifuge und wird dort in seine Bestandteile zerlegt. Die ausreichend intakten Blutkörperchen werden dem Patienten in Kochsalzlösung wieder zurückgeführt. Dieses Verfahren bewährt sich sehr bei großen Eingriffen, wie etwa in der Prothetik oder bei großflächigen Verletzungen.

Das Kardinal Schwarzenberg Klinikum verfügt zudem über ein eigenes Blutdepot. 

Regionalanästhesie

Im Gegensatz zur Narkose wird bei der Regionalanästhesie in einem begrenzten Körperbereich die Signalweiterleitung in den Nerven unterbrochen. So werden Schmerzen in dem Bereich nicht mehr wahrgenommen. Meist sind auch Temperatur- und Tastempfinden sowie Muskeltätigkeit reduziert. Aber: Der Patient ist bei vollem Bewusstsein. Bei der Regionalanästhesie unterscheidet man Blockaden im Rückenmark, an Nerven oder im Gewebe. 

Die Spinalanästhesie, häufig auch als Kreuzstich bezeichnet, zählt zu den Blockaden im Rückenmark. Eingriffe unterhalb des Nabels, wie zum Beispiel an den Beinen, im Unterbauch, im Dammbereich oder im Becken erfolgen durch die Spinalanästhesie schmerzfrei. Die besondere Lage des Patienten mit angewinkelten Beinen bzw. mit einem „Katzenbuckel“ erweitern die Zwischenräume der Wirbelkörper. Der Spinalkanal im Bereich des unteren Rückens wird für das Betäubungsmittel zugänglich. Muss das Schmerzempfinden über einen längeren Zeitraum unterbrochen werden kann ein Spinalkatheter gesetzt werden. Über diesen wird bei Bedarf das Mittel immer wieder verabreicht.

Bei einer Periduralanästhesie (PDA) wird das Betäubungsmittel nicht direkt in die Rückenmarksflüssigkeit verabreicht, sondern in den umgebenden Raum (Epidural- bzw. Periduralraum). Die Ausbreitung der betäubenden Wirkung ist abhängig von der Höhe der Einstichstelle, der Menge und Konzentration des Lokalanästhetikums. Auch bei diesem Anästhesieverfahren kann ein Katheter gelegt werden. Die PDA ist ein erprobtes und häufig eingesetztes Verfahren für eine schmerzarme Geburt.

Bei diesem Verfahren werden einzelne Nerven blockiert. Wir, am Kardinal Schwarzenberg Klinikum, arbeiten dazu mit einem Ultraschallgerät. So kann das Gebiet durch den Ultraschall gezielt und punktgenau mit dem Betäubungsmittel umspritzt und kritische Körperteile gesondert ausgespart werden. Nach 15 bis 30 Minuten ist das Operationsgebiet empfindungslos. Die Wirkung hält je nach Anästhetikum mehrere Stunden an. Armen und Beine können nicht bewegt werden.

Kombinationsanästhesie

Die Kombinationsanästhesie verbindet eine Allgemeinanästhesie, sprich Narkose, mit einer Regionalanästhesie. Die Kathetertechniken der Regionalanästhesie erlauben bei großen Eingriffen eine gezielte Schmerzbehandlung, auch über die Operation hinaus. Welche Verfahren eingesetzt werden, entscheiden wir bei dem gemeinsamen, verbindlichen Gespräch mit der Patientin oder dem Patienten in der Anästhesie-Ambulanz.

WICHTIGE INFORMATIONEN

Der Zutritt ins Klinikum ist ausschließlich über den Screening-Bereich (Haupteingang Ost) möglich.

BESUCHER

Grundsätzlich gilt:

  • 1 Besucher pro Patient pro Tag für max. 1 Stunde
  • Besuchszeiten täglich von 15.00 -19.00 Uhr
    Ausnahmen: Patienten in lebensbedrohlichen Situationen oder in Palliativbetreuung; Verabschiedung durch Angehörige; Patienten der Kinder- und Jugendmedizin
  • Besuche sind nur nach telefonischer Terminvereinbarung möglich - 06415 71010

Für Besucher gilt die 2G-Plus Regel:

Geimpft plus gültiger PCR-Test:

Impfnachweis über eine mit einem zentral zugelassenen Impfstoff gegen COVID-19 erfolgte

  • Zweitimpfung, wobei die zweite Teilimpfung nicht länger als neun Monate (270 Tage) zurückliegen darf und zwischen der Erst- und Zweitimpfung mindestens 14 Tage verstrichen sein müssen
  • Impfung ab dem 22. Tag nach der Impfung bei Impfstoffen, bei denen nur eine Impfung vorgesehen ist, wobei diese nicht länger als neun Monate (270 Tage bzw. max. bis 02.01.2022) zurückliegen darf.
  • Impfung, sofern mindestens 21 Tage vor der Impfung ein positiver molekularbiologischer Test auf SARS-CoV-2 bzw. vor der Impfung ein Nachweis über neutralisierende Antikörper vorlag, wobei die Impfung nicht länger als neun Monate (270 Tage) zurückliegen darf.
  • Nach Erhalt einer weiteren Impfung (Auffrischung) beträgt die Gültigkeitsdauer des Impfnachweises weitere 270 Tage. Zwischen dieser Impfung und einer der drei oben genannten müssen mindestens 120 Tage (bzw. bei Einmalimpfungen mindestens 14 Tage) liegen.

Genesen plus gültiger PCR-Test:

Genesungsnachweis, ärztliche Bestätigung oder Absonderungsbescheid über eine in den vergangenen 6 Monaten (180 Tagen) molekularbiolgisch bestätigte, überstandene Infektion.

Für schulpflichtige Kinder bis 15 Jahren gilt der Ninja-Pass (bei eingehaltenen Testintervallen).

       

      BEGLEITPERSONEN

      Begleitpersonen sind nur in Ausnahmefällen erlaubt. Informationen finden Sie hier.

       

      AMBULANZBETRIEB

      Bitte beachten Sie:

      • Für ambulante Patienten ist kein G-Nachweis erforderlich, jedoch erwünscht.
      • Kommen Sie nur nach telefonischer Terminvereinbarung. Davon ausgenommen sind Notfälle.
      • Betreten Sie die Ambulanz erst unmittelbar vor Ihrem Termin.
      • Das Tragen FFP2-Schutzmaske ist im gesamten Innenbereich des Klinikums verpflichtend.

      GEPLANTER STATIONÄRER AUFENTHALT

      Wenn Sie zu einem geplanten stationären bzw. tagesklinischen Aufenthalt ins Klinikum kommen, beachten Sie bitte: