Atemwegs- und Allergieerkrankungen bei Kindern und Jugendlichen

Zu den häufigsten chronischen Atemwegs- und Allergieerkrankungen bei Kindern und Jugendlichen zählen Asthma bronchiale und Allergien, wie Heuschnupfen, Neurodermitis oder Lebensmittelunverträglichkeiten. Fast jede dritte Österreicherin und jeder dritte Österreicher bis 15 Jahre leidet unter diesen Allergien, rund jede bzw. jeder zehnte erkrankt an chronischem Asthma bronchiale. Die Tendenz ist steigend.

Wir bieten modernste Diagnoseverfahren, Therapien und Beratung bei:

In unseren Spezialambulanzen für Atemwegs- und Allergieerkrankungen sowie für Neurodermitis stehen wir Ihnen gerne für Ihre Fragen zur Verfügung.

  • Ambulanzzeiten:
    • Atemwegs- und Allergieerkrankungen: Dienstag 10.00 - 12.00 Uhr sowie Donnerstag 10.00 - 12.00 Uhr und 13.00 - 15.30 Uhr
    • Neurodermitis: Dienstag 09.30 - 12.00 Uhr
  • Ort: Gebäude F, Erdgeschoss (über Haupteingang bzw. Eingang F)
  • Termine nach telefonischer Vereinbarung unter +43 6415 7101 – 3050.
  • Zu unseren Spezialambulanzen

Asthma

Asthma ist eine chronische Erkrankung der Atemwege. Der Verlauf kann sehr unterschiedlich sein. Bereits in jungen Jahren können durch Infekte immer wieder Verengungen der Bronchien auftreten, die später in ein allergisches Asthma übergehen können. Eine genaue Anamnese, klinische Untersuchungen und die Messung der Lungenfunktion geben Aufschluss über den Schweregrad der Erkrankung und bilden die Basis für die individuelle Therapieplanung.

Die Hauptpfeiler des Asthmamanagements sind das Erlenen der richtigen Inhalaltionstechnik und kompetentes Verhalten im Notfall. Dies vermitteln wir im Rahmen von Patienten- und Elternschulungen.

Unsere spezielle Asthmabasisschulung und unser Asthmaverhaltenstraining richtet sich an Kinder und Jugendliche zwischen 4 und 18 Jahren. Es zeigt sich, dass die Betroffenen weniger Medikamente, Krankenhausaufenthalte und Arztbesuche brauchen und damit mehr Lebensqualität gewinnen.

Für junge Asthmatiker haben wir eine eigene Webseite erstellt. Umfassende Informationen für Kinder und Jugendliche sowie deren familiäres Umfeld, aber auch für alle interessierten Mediziner, gibt es auf www.asthmaschulung.at.

Asthmabasisschulung

Die Asthmabasisschulung findet vier bis sechs Mal pro Jahrstatt und wird von einem speziell ausgebildeten Asthmatrainer und Kinderkrankenpfleger durchgeführt. Sie umfasst dreimal 90 Minuten, in denen alle relevanten Aspekte des Asthma bronchiale, der obstruktiven Bronchitiden sowie verschiedener Allergieformen interaktiv mit den Betroffenen und deren Betreuern erarbeitet werden. Die Schulungen finden in altersentsprechenden Kleingruppen statt und werden individuell auf die Bedürfnisse der Kinder und Jugendlichen abgestimmt. Eine Asthmabasisschulung ist ab dem vierten Lebensjahr möglich. Die Eltern sind herzlich dazu eingeladen. Sie sind sogar ein wichtiger Teil, um die Lerninhalte gemeinsam zu erarbeiten.

  • Kinderallergie allgemein
  • Asthmasymptome
  • Auslöser und Vermeidung von Asthma
  • Asthmamedikamente
  • Richtig inhalieren
  • Atemtechniken bei Atemnot und Husten
  • Sport und Belastung bei Asthma
  • Notfallplan (Was mache ich, wenn ich schlecht Luft bekomme?)                               

Die Gebietskrankenkassen in Salzburg und Oberösterreich sowie die BVA, SVA und VA übernehmen gemeinsam mit dem Land Salzburg den Großteil der Schulungskosten. Der Selbstkostenbeitrag liegt bei 16 Euro. Für Versicherte von nicht angeführten Krankenkassen betragen die Kosten pro Schulung 80 Euro. Link zu www.asthmaschulung.at

Asthmaverhaltenstraining

Das Asthmaverhaltenstraining besteht aus zehnmal 90 Minuten und ist für Kinder und Jugendliche mit schwereren Asthmaformen bzw. mit tiefergreifenden Problemen im Asthmamanagement vorgesehen. Die Schulung wird einmal pro Jahr angeboten. Neben der Wissensvermittlung legen wir besonderen Wert auf die Selbsteinschätzung.

Betroffene lernen Warnzeichen rechtzeitig zu erkennen und die Merkmale der Krankheit besser zu verstehen. Wir vermitteln Bewältigungsstrategien, damit Patientinnen und Patienten sowie ihre Bezugspersonen auf ein optimales Asthmamanagement vorbereitet sind.

Es hat sich gezeigt, dass Kinder und Jugendliche, die gemeinsam mit ihren Eltern an diesen Schulungen teilnehmen, weniger Krankenhausaufenthalte und Arztbesuche benötigen. Zusätzlich können oftmals Medikamente eingespart und insgesamt die Lebensqualität verbessert werden. An den Schulungen können alle Patienten zwischen 4 und 18 Jahren teilnehmen, die an Asthma, einer Atemwegsallergie oder wiederkehrenden pfeifenden Bronchitiden leiden. Auch Kinder, die nicht in unserer Ambulanz für Atemwegs- und Allergieerkrankungen betreut werden, sind herzlich willkommen.

Neurodermitis

Neurodermitis ist eine Erkrankung der Haut mit angeborenem Defekt der natürlichen Schutzfunktion und zu hohem Wasserverlust. Dadurch wird die Haut trocken, rot und fängt zu jucken an. Neben der Akuttherapie ist die Langzeitpflege der Haut besonders wichtig. Eine umfassende Schulung der Eltern hilft, Probleme rechtzeitig zu erkennen und zu behandeln.

Heuschnupfen

Unter Heuschnupfen versteht man eine allergische Reaktion der Nase oder der Augen auf Pollen, Milben oder Tiere. Zur Symptombekämpfung stehen verschiedene Medikamente zur Verfügung. Besonders hilfreich kann eine spezifische Immuntherapie sein.

WICHTIGE INFORMATIONEN

Informationen zu aktuellen Zutrittsregelungen

Der Zutritt ins Klinikum ist ausschließlich über den Screening-Bereich (Haupteingang Ost) möglich.

BESUCHER 

Besuchszeit täglich von 15.00-19.00 Uhr 
Ausnahmen: Patienten in lebenskritischen Situationen oder in Palliativbetreuung; Verabschiedung durch Angehörige; Eltern von Patienten der Kinder- und Jugendmedizin

Es gilt die 3 G-Regel:

    Geimpft:

    Als geimpft gilt:

    • Abgeschlossene Impfserie mit einem von der EMA zugelassenen Impfstoff.

    Gültigkeiten: 

    • Die erste Impfserie - 2 Impfungen oder Genesung (positives Testergebnis vor mind. 21 Tagen vor der Impfung) + 1 Impfung -  ist 180 Tage gültig.
    • Bei Kindern und Jugendlichen bis zum vollendeten 18. Lebensjahr darf die Zweitimpfung nicht länger als 210 Tage zurückliegen.
    • Bei zwei notwendigen Teilimpfungen gilt das Impfzertifikat ab dem 2. Impftermin.
    • Bei Genesenen mit einer Teilimpfung gilt das Impfzertifikat ab dem Impftermin.
    • Das Impfzertifikat der Booster-Impfung (3 Impfungen oder Genesung + 2 Impfungen) ist 365 Tage gültig. 
    • Zwischen erster und zweiter Impfung müssen mindestens 14 Tage, zwischen zweiter und dritter Impfung zumindest 90 Tage liegen.

    Als Impfnachweis gelten der gelbe Impfpass, ein Impf-Kärtchen sowie ein Ausdruck bzw. ein PDF (z.B. am Handy) der Daten aus dem e-Impfpass oder in der  App „Grüner Pass“.

    Genesen:

    • Genesungsnachweis, ärztliche Bestätigung oder Absonderungsbescheid über eine in den vergangenen 6 Monaten (180 Tagen) molekularbiolgisch bestätigte, überstandene Infektion.

    Getestet

    • PCR-Test einer befugten Stelle, dessen Abnahme nicht mehr als 72 Stunden zurückliegen darf.
    • Antigen-Test einer befugten Stelle, dessen Abnahme nicht mehr als 24 Stunden zurückliegen darf.
    • Antigen-Test zur Eigenanwendung, der in einem behördlichen Datenverarbeitungssystem erfasst wird und dessen Abnahme nicht mehr als 24 Stunden zurückliegen darf.

       

      BEGLEITPERSONEN

      Informationen finden Sie hier.

       

      AMBULANZBETRIEB

      Bitte beachten Sie:

      • Für ambulante Patienten ist kein G-Nachweis erforderlich, jedoch erwünscht.
      • Kommen Sie nur nach telefonischer Terminvereinbarung. Davon ausgenommen sind Notfälle.
      • Betreten Sie die Ambulanz erst unmittelbar vor Ihrem Termin.
      • Das Tragen FFP2-Schutzmaske ist im gesamten Innenbereich des Klinikums verpflichtend.

      GEPLANTER STATIONÄRER AUFENTHALT

      Wenn Sie zu einem geplanten stationären bzw. tagesklinischen Aufenthalt ins Klinikum kommen, beachten Sie bitte:

      • Unabhängig vom Status "Geimpft" oder "Genesen" ist das Vorweisen eines negativen PCR-Testergebnisses (nicht älter als 72 Stunden) vor der Aufnahme auf die jeweilige Station erforderlich.
      • Tragen einer FFP-2-Maske
      • Ausfüllen des Symptom- und Fieberprotokolls