Hernien (Eingeweidebrüche)

Unter Hernien ("Brüchen") versteht man Lücken in der Bauchwand, durch die sich Teile der Organe ausstülpen können.

Im Kardinal Schwarzenberg Klinikum bieten wir zur Behandlung von Hernien sowohl minimal-invasive laparoskopische Methoden (TAPP, IPOM) als auch offene Operationsmethoden mit künstlichen Netzen zur Verstärkung des körpereigenen Gewebes an (Lichtenstein, UHS, PVP, Sublaytechnik). Besonders Augenmerk legen wir auf eine Versorgung des Bruches mit körpereigenem Gewebe (Fascienplastik nach Shouldice), sofern dies sinnvoll möglich erscheint.

Wir behandeln:

Unser Leitsatz: Für jeden Patienten die individuell am besten passende Eingriffsmethode.

Spezialambulanz

In unserer Spezialambulanz für Hernien stehen wir Ihnen gerne für Ihre Fragen zur Verfügung.

  • Ambulanzzeit: Mo 13.00 - 15.00 Uhr
  • Ort: Gebäude D, 1. Stock (über Haupteingang bzw. Eingang A)
  • Ansprechpartner: OA Dr. Heimo Ulcar, OA Dr. Paul Schweighofer, OA Dr. Georg Labacher
  • Termine nach telefonischer Vereinbarung unter +43 6415 7101 – 87160.
  • Zu unseren Spezialambulanzen

Operationsmethoden

Leistenbrüche und Schenkelbrüche

Von Bauchdeckenbrüchen, zu denen der Leistenbruch zählt, sind vor allem Männer betroffen. Generell gehört die Behandlung von Bauchdeckenbrüchen zu den am häufigsten durchgeführten chirurgischen Eingriffen. Wir operieren pro Jahr rund 300 Patienten mit Leisten- oder Bauchdeckenbruch.

Minimal-invasive Methoden

Minimal invasiv (über Schlüssellochchirurgie) bieten wir die Versorgung mittels TAPP (transabdominelle praeperitoneale Plastik) an. Bei diesem Verfahren wird die Bruchlücke von innen mit einem künstlichen Netz hinter der Bruchlücke verstärkt, ohne einen größeren Schnitt in der Leiste anlegen zu müssen. Besonders Rezidivhernien und beidseitige Hernien werden auf die Weise versorgt.

Offene Methoden

In der offenen chirurgischen Versorgung von Leistenhernien werden sowohl die Operation nach Lichtenstein mit der Implantation eines künstlichen Netz vor die Bruchlücke von außen, als auch die Versorgung mittels UHS-System angeboten. Das UHS-System kombiniert zwei Techniken der Netzeinlage in einer Operation in welcher ein doppeltes Netz sowohl vor als auch hinter der Bruchlücke eingelegt wird. Dieses Verfahren eignet sich besonders für größere Bruchlücken.

Bei geeigneter Indikation und bei Patientenwunsch bieten wir die Versorgung mittels Fascienplastik nach Shouldice (Verschluss der Bruchlücke mit körpereigenem Material) an.

Nabel- und Narbenhernien

Zu einer Narbenhernie (Narbenbruch) kann es nach chirurgischen Eingriffen kommen. Aufgrund der unterschiedlichen Lokalisationen und Ausprägungen legen wir besonderes Augenmerk auf eine individuelle Planung und Behandlung dieser Hernien.

  • Auch in der Narbenhernienchirurgie hat sich eine minimal invasive Operationsmethode etabliert. Beim sogenannten laparoskopische IPOM (Intraperitoneales onlay mesh) wird über ein schlüssellochchirurgisches Vorgehen ein künstliches Netz hinter die Bruchlücke eingebracht und mit Klammern und Nähten an der Bauchdecke fixiert. Dieses Verfahren wird besonders bei mittelgroßen Hernien eingesetzt.
  • Kleinere Brüche werden entweder direkt Verschlossen oder mit einem PVP (Proceed Ventral Patch) verstärkt.
  • Bei besonders großen Bruchlücken bieten wir sowohl die Sublaytechnik (Einlage eines Netztes hinter die Bauchmuskulatur) in Kombination mit einer Komponentenseparation an als auch - bei besonderer Indikationsstellung - die Bauchdeckenrekonstruktion nach Abrahamson (Rekonstruktion der Bauchdecke mit körpereigenem Gewebe) in Kombination mit einem Onlay-mesh (Künstliches Netzt vor der Bauchdecke).

CORONAVIRUS - WICHTIGE INFORMATIONEN

Sie haben Husten, Atembeschwerden oder Fieber?: Gehen Sie NICHT in ein Krankenhaus oder eine Arztpraxis, sondern bleiben Sie zuhause und rufen Sie die Gesundheitshotline 1450 an, um das weitere Vorgehen abzustimmen.

ACHTUNG: GENERELLES BESUCHSVERBOT

Zum Schutz unserer PatientInnen und MitarbeiterInnen gilt ein generelles Besuchsverbot. Davon ausgenommen sind Besuche bei Kindern auf den Stationen der Kinder- und Jugendmedizin sowie bei PatientInnen in Palliativbetreuung – hier ist nach Rücksprache mit der Station pro PatientIn und Tag ein/e BesucherIn erlaubt. Bei Geburten ist eine Begleitperson gestattet. Außerdem erlaubt sind notwendige Begleitpersonen für Gehörlose, PatientInnen mit Demenz, Übersetzer etc.
Bitte sehen Sie jedenfalls von Besuchen ab, wenn Sie sich krank fühlen, Zeichen einer Erkältung aufweisen oder Fieber haben. Kinder bis 14 Jahre sollten nach Möglichkeit nicht auf Besuch ins Klinikum kommen. Für Fragen wenden Sie sich bitte telefonisch an das Stationspersonal unter 06415 71010 - unsere Vermittlung stellt den Kontakt zu den Stationen her.

For the protection of our patients and staff, a general ban on visiting the Kardinal Schwarzenberg Klinikum hospital applies with immediate effect. Exceptions to this are visits to children and patients in palliative care - here one visitor per patient and day is allowed. For child births, one accompanying person is permitted. Please totally refrain from visiting if you feel ill, show signs of a cold or have fever. If possible, children up to 14 years of age should not visit the clinic. If you have any questions, please call the ward staff on +43 (0) 6415 71010 - our operator will connect you with the desired wards.

EINSCHRÄNKUNG AMBULANZBETRIEB

Unsere Ambulanzen sind bis auf weiteres nur noch für Patienten mit akutem Behandlungsbedarf und Patienten mit zwingend notwendigen Kontrollterminen geöffnet.

VERANSTALTUNGEN IM KLINIKUM 

Sämtliche öffentliche Veranstaltungen im Kardinal Schwarzenberg Klinikum und in der Kardinal Schwarzenberg Akademie sind bis auf weiteres abgesagt.

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