Schilddrüsen- und Nebenschilddrüsenerkrankungen

In unserer Schilddrüsenambulanz stehen wir Ihnen gerne für Ihre Fragen zur Verfügung.

Schilddrüsenerkrankungen

Schilddrüsenerkrankungen sind häufiger als alle anderen Erkrankungen von drüsigen Organen. Die Schilddrüse ist ein unbedingt notwendiges Organ während der Wachstums- und Entwicklungszeit. Im Erwachsenenalter kommt es bei Ausfall der Schilddrüse zu schweren körperlichen und seelischen Störungen. Die von der Schilddrüse produzierten Hormone wirken auf den Gesamtorganismus.

Eine Vergrößerung der Schilddrüse wird als Struma (Kropf) bezeichnet. Unabhängig von der Größe muss die Funktion (= Hormonproduktion) getestet werden. Es kann eine Überfunktion oder eine Unterfunktion der Schilddrüse vorliegen. Bei etwa 5 % der Schilddrüsenerkrankungen liegt eine Entzündung, eine gutartige oder eine bösartige Geschwulst vor.

Anamnese und körperliche Untersuchung stehen bei der Abklärung von Schilddrüsenerkrankungen am Anfang. Bei einem Großteil der PatientInnen ergeben die spezielle Vorgeschichte und der klinische Befund meist schon deutliche Hinweise auf den Funktionszustand der Schilddrüse. Als Zweites sind Blutuntersuchungen erforderlich. Es wird die Schilddrüsenhormonkonzentration bestimmt, eventuell wird der TRH-Test als Funktionstest durchgeführt. Eine Antikörperbestimmung, ein Blutbild, die Blutsenkungsgeschwindigkeit können zusätzlich zur Differenzialdiagnose erforderlich sein. 

Interdisziplinäres Schilddrüsenzentrum

Für jährlich rund 13.000 Patientinnen und Patienten mit Schilddrüsenproblemen bildet das Institut für Nuklearmedizin des Kardinal Schwarzenberg Klinikums die zentrale Anlaufstelle. Der überwiegende Teil kommt zur Therapie, Kontrolle oder Nachsorge. Neue Patienten - hauptsächlich akute und komplexe Fälle - werden durch niedergelassene Fachärzte und Allgmeinmediziner oder durch andere Abteilungen des Klinikums überwiesen. In bestimmten Fällen erfolgt die Behandlung interdisziplinär. Erfahren Sie hier mehr über unser Interdisziplinäres Schilddrüsenzentrum.

Szintigraphie der Schilddrüse

Das Schwergewicht der nuklearmedizinischen in-vivo-Diagnostik von Schilddrüsenerkrankungen liegt auf dem Gebiet der Szintigraphie. Diese wird meist mit 99m-Technetium-Pertechnetat durchgeführt. Mit der günstigen physikalischen Halbwertszeit von nur 6 Stunden ist die Strahlenbelastung des Patienten gering.

Mit Hilfe der Szintigraphie können folgende Aussagen über die Schilddrüse gemacht werden:

  • Form, Größe und Lage der Schilddrüse
  • Nachweis von Veränderungen innerhalb der Schilddrüse (Zysten, Knoten)
  • Hinweis auf den Funktionszustand (sogenannter kalter oder heißer Knoten)
      
Nuklearmedizin - Szintigraphie

Ultraschalluntersuchung der Schilddrüse

Die Ultraschalluntersuchung liefert einen zweifachen Informationsgewinn. Es kann einerseits die Organgröße bestimmt werden, ebenso die Lage der Schilddrüse oder das Fehlen eines Schilddrüsenlappens.

Von noch größerer Bedeutung ist die echospezifische Information, wobei das Schallmuster Auskunft über den feingeweblichen Aufbau des Organs gibt. Dadurch ist es möglich, typische Echomuster bestimmten Erkrankungen zuzuordnen und wertvolle Rückschlüsse auf die Malignomwahrscheinlichkeit der einzelnen Läsionen zu bekommen.
  

Feinnadelpunktion der Schilddrüse

Entsprechend dem Ergebnis der Schilddrüsenszintigraphie und der Ultraschalluntersuchung der Schilddrüse wird man Veränderungen in der Schilddrüse weiter durch Zelldiagnostik abklären. Es wird von uns die Feinnadelbiopsie durchgeführt.

Dabei wird ein Ausstrichpräparat angefertigt. Das Schilddrüsenpunktat wird dann mit dem Mikroskop beurteilt. In der Gesamtschau der Untersuchungsergebnisse wird die Diagnose erstellt und die Therapiewahl getroffen.
  

Nebenschilddrüsenerkrankungen

Es gibt verschiedene Erkrankungen der Nebenschilddrüsen. Ein chirurgischer Eingriff ist am häufigsten wegen einer Nebenschilddrüsenüberfunktion erforderlich. Bei einer Nebenschilddrüsenüberfunktion ist der Parathormonspiegel und der Kalziumspiegel im Blut erhöht. Dadurch wird zunehmend Kalk aus den Knochen abgebaut, welcher sich in anderen Geweben einlagern kann.

Nebenschilddrüsenszintigraphie

Bei Verdacht auf Vergrößerung bzw. Überfunktion einer Nebenschilddrüse ist es von großer Bedeutung, vor der erforderlichen Operation eine Lokalisationsdiagnostik zu ermöglichen. Durch eine spezielle szintigraphische Methode wird es möglich, die Nebenschilddrüse darzustellen und von Schilddrüsenknoten abzugrenzen. Die Methode ist als Ergänzung zur Ultraschalluntersuchung von großer Bedeutung. Während der Operation kann dann durch Nachweis des Abfalles des Hormonspiegels die erfolgreiche Entfernung einer vergrößerten Nebenschilddrüse bestätigt werden.

WICHTIGE INFORMATIONEN

Aktuelle Informationen zu Leistungsanpassungen Frauenheilkunde & Geburtshilfe

Sehr geehrte Patientin!

Die aktuell angespannte Personalsituation im Ärzteteam der Abteilung Frauenheilkunde & Geburtshilfe erfordert ab 30. Mai Leistungsanpassungen. Die Versorgung von gynäkologischen Notfällen ist in jedem Fall gesichert.

Die wesentlichen Maßnahmen sind hier zusammengefasst.

Keine Änderungen gibt es bei:

  • Normalgeburten von allen im Bezirk Pongau und Lungau wohnhaften Patientinnen
  • Risiko- und Frühgeburten ab 29 Schwangerschaftswochen für alle Patientinnen unabhängig vom Wohnort
  • Patientinnen mit einem onkologischen Befund, die sich bereits in Behandlung befinden. Diese Patientinnen werden in Zusammenarbeit mit der Abteilung für Innere Medizin des KSK betreut.
  • Stanz-Biopsien bei Auffälligkeiten in der Brust in Zusammenarbeit mit der Abteilung für Radiologie
  • Mit den Krankenhäusern Zell am See, St. Johann in Tirol, Hallein, Schladming und dem Uniklinikum Salzburg wurde vereinbart, dass normale Geburten von Schwangeren aus diesen Bezirken im Wohnsitzbezirk stattfinden.
  • Eine Aufnahme von neuen onkologischen Patientinnen ist derzeit nicht möglich.
  • Die Biopsie der Brust (Entnahme einer Gewebeprobe) zur Abklärung von Auffälligkeiten ist weiterhin im KSK möglich. Bitte kontaktieren Sie in diesem Fall für eine Terminvereinbarung unsere Abteilung für Radiologie von Montag – Freitag (Zeitraum): 06415 7101 2043

Informationen zu aktuellen Zutrittsregelungen

Der Zutritt ins Klinikum ist ausschließlich über den Screening-Bereich (Haupteingang Ost) möglich.

BESUCHER

Grundsätzlich gilt:

  • 1 Besucher pro Patient pro Tag für max. 1 Stunde
  • Besuchszeiten täglich von 15.00 -19.00 Uhr
    Ausnahmen: Patienten in lebensbedrohlichen Situationen oder in Palliativbetreuung; Verabschiedung durch Angehörige; Patienten der Kinder- und Jugendmedizin
  • Besuche sind nur nach telefonischer Terminvereinbarung möglich - 06415 71010

Es gilt die 3 G-Regel:

    Geimpft:

    Als geimpft gilt:

    • Abgeschlossene Impfserie mit einem von der EMA zugelassenen Impfstoff.

    Gültigkeiten: 

    • Die erste Impfserie - 2 Impfungen oder Genesung (positives Testergebnis vor mind. 21 Tagen vor der Impfung) + 1 Impfung -  ist 180 Tage gültig.
    • Bei Kindern und Jugendlichen bis zum vollendeten 18. Lebensjahr darf die Zweitimpfung nicht länger als 210 Tage zurückliegen.
    • Bei zwei notwendigen Teilimpfungen gilt das Impfzertifikat ab dem 2. Impftermin.
    • Bei Genesenen mit einer Teilimpfung gilt das Impfzertifikat ab dem Impftermin.
    • Das Impfzertifikat der Booster-Impfung (3 Impfungen oder Genesung + 2 Impfungen) ist 365 Tage gültig. 
    • Zwischen erster und zweiter Impfung müssen mindestens 14 Tage, zwischen zweiter und dritter Impfung zumindest 90 Tage liegen.

    Als Impfnachweis gelten der gelbe Impfpass, ein Impf-Kärtchen sowie ein Ausdruck bzw. ein PDF (z.B. am Handy) der Daten aus dem e-Impfpass oder in der  App „Grüner Pass“.

    Genesen:

    • Genesungsnachweis, ärztliche Bestätigung oder Absonderungsbescheid über eine in den vergangenen 6 Monaten (180 Tagen) molekularbiolgisch bestätigte, überstandene Infektion.

    Getestet

    • PCR-Test einer befugten Stelle, dessen Abnahme nicht mehr als 72 Stunden zurückliegen darf.
    • Antigen-Test einer befugten Stelle, dessen Abnahme nicht mehr als 24 Stunden zurückliegen darf.
    • Antigen-Test zur Eigenanwendung, der in einem behördlichen Datenverarbeitungssystem erfasst wird und dessen Abnahme nicht mehr als 24 Stunden zurückliegen darf.

       

      BEGLEITPERSONEN

      Pro Patient ist eine Begleitperson zugelassen. Informationen finden Sie hier.

       

      AMBULANZBETRIEB

      Bitte beachten Sie:

      • Für ambulante Patienten ist kein G-Nachweis erforderlich, jedoch erwünscht.
      • Kommen Sie nur nach telefonischer Terminvereinbarung. Davon ausgenommen sind Notfälle.
      • Betreten Sie die Ambulanz erst unmittelbar vor Ihrem Termin.
      • Das Tragen FFP2-Schutzmaske ist im gesamten Innenbereich des Klinikums verpflichtend.

      GEPLANTER STATIONÄRER AUFENTHALT

      Wenn Sie zu einem geplanten stationären bzw. tagesklinischen Aufenthalt ins Klinikum kommen, beachten Sie bitte: