Leber und Galle

In unserer Spezialambulanz für Leberchirurgie stehen wir Ihnen gerne für Ihre Fragen zur Verfügung.

  • Ambulanzzeit: Mo 13.00 - 15.00 Uhr
  • Ort: Gebäude D, 1. Stock (über Haupteingang bzw. Eingang A)
  • Ansprechpartner: Prim. Dr. Franz Messenbäck, OA Dr. Georg Labacher
  • Termine nach telefonischer Vereinbarung unter +43 6415 7101 – 87160.
  • Zu unseren Spezialambulanzen

Die Leber ist das größte parenchymatöse Organ des menschlichen Körpers und hat ein Gewicht von ca. 1500 Gramm. Die Gallenblase speichert den von der Leber produzierten Gallensaft, der über die Gallenwege in den Darm gelangt.

Grundsätzlich wird zwischen gutartigen und bösartigen Leber-, bzw. Gallenwegserkrankungen unterschieden. Im Anschluss an die diagnostische Abklärung erfolgt die Planung des therapeutischen Vorgehens. Im Fall einer notwendigen Operation bieten wir viele Eingriffe in minimal-invasiver Technik („Laparoskopie“ oder „Schlüsselloch-Chirurgie“) an. Beispielsweise führen wir die Gallenblasenoperation heutzutage fast immer minimal-invasiv durch, nur noch selten ist ein Schnitt am rechten Rippenbogen dafür erforderlich. Es können auch Leberherde (Tumore, Leberzysten), welche an laparoskopisch gut erreichbaren Stellen liegen, auf minimal-invasivem Weg entfernt werden. Die Vorteile liegen in deutlich geringeren postoperativen Schmerzen, einer rascheren Erholung und somit auch einer kürzeren Krankenhausaufenthaltsdauer.

In interdisziplinärer Zusammenarbeit mit der Endoskopie können wir Gallenwegserkrankungen mittels endoskopisch retrograder Cholangiopankreatikographie (ERCP) diagnostisch abklären und, wenn notwendig, weiter behandeln. Dabei werden nach Verabreichung eines Röntgenkontrastmittels die ableitenden Gallenwege dargestellt. Zugleich ist eine Entnahme von Gewebeproben, eine Erweiterung der Mündung des Hauptgallengangs (Papilla vateri) oder eine Entfernung von Gallengangssteinen möglich.

Bösartige Leber-, oder Gallenwegserkrankungen werden im wöchentlich stattfindenden interdisziplinären Tumorboard besprochen. Anschließend wird das weitere operative und/oder medikamentöse Vorgehen festgelegt.

Unser Behandlungsspektrum:

Leber

Lebertumor

Es wird zwischen gutartigen (Hämangiome, Adenome, fokal noduläre Hyperplasie (FNH)) und bösartigen Lebertumoren (hepatozelluläres Karzinom (HCC), cholangiozelluläres Karzinom (CCC), Lebermetastasen) unterschieden.

Nach der Diagnosestellung erfolgen im Fall von bösartigen Lebertumoren die Besprechung in unserem wöchentlich stattfindenden interdisziplinären Tumorboard und die Festlegung der weiteren Behandlungsschritte.

Unser chirurgisches Angebot reicht von der isolierten Tumorausschälung über Lebersegmentresektionen bis hin zur Leberlappenentfernung. Während eines Eingriffes haben wir auch die Möglichkeit kryoablative Verfahren anzuwenden. Dabei erhitzen wir mit Radiofrequenz-, Laser-, oder Mikrowellen das Tumorgewebe so stark, dass die bösartigen Zellen absterben. Bei günstiger Lokalisation bieten wir die Tumorentfernung, insbesondere bei Lebermetastasen auch in minimalinvasiver Technik oder Schlüsselloch-Chirurgie an.

Leberzysten

Eine Leberzyste ist ein im Lebergewebe eingebetteter, flüssigkeitsgefüllter Hohlraum, der zu den gutartigen Lebertumoren gezählt wird. Man unterscheidet zwischen angeborenen, sogenannten Retentionszysten und erworbenen Zysten, wie beispielsweise die Echinokokkuszyste.

Kleine, einzelne Leberzysten sind in etwa bei zehn Prozent der Bevölkerung zu finden und bedürfen in der Regel keiner weiteren Therapie. Bei größeren Zysten bieten wir die laparoskopische Zystenabdeckelung („Zysten-Entdachung“) an.

Echinokokkus-Zysten nehmen eine therapeutische Sonderstellung ein. Da es sich hierbei um eine parasitäre Erkrankung handelt, ist eine medikamentöse Vor-, und Nachbehandlung mit Mebendazol notwendig. Die Wahl des chirurgischen Verfahrens muss dabei individuell entschieden werden und reicht von der En-bloc-Entfernung bis zur Leberteilresektion, sprich Leberteilentfernung.

Leberabszess

Ein Leberabszess ist eine abgegrenzte Eiteransammlung (Abszess) im Lebergewebe, die meist durch Keimverschleppung über die Gallenwege, Lymphbahnen oder über die Blutbahn entsteht. Die Abszessdrainage erfolgt über einen computertomographisch-gezielt eingeführten Saug-Spülkatheter. Bei unzureichender Drainage bieten wir die chirurgische Abszessausräumung bis hin zur Leberteilresektion (Leberteilentfernung) an.

Gallenblase und Gallenwege

Gallensteinleiden

Das typische Symptom ist der rechtsseitige Oberbauchschmerz (Kolik). Die Entstehungsursachen liegen meist in einer Veränderung der Gallenzusammensetzung (zu wenig Gallensäuren, zu viel Cholesterin, erhöhte Blutfarbstoffausscheidung), in einer gestörten Gallenblasenentleerung oder in einer Abflussbehinderung in den Gallenwegen.

Die chirurgische Therapie bei Gallenblasensteinen besteht in der Entfernung der steingefüllten Gallenblase. Diese Operation führen wir fast ausschließlich minimal-invasiv durch. Im Fall von Gallengangsteinen wird in interdisziplinärer Zusammenarbeit mit der Endoskopie vor der notwendigen Gallenblasenoperation eine sogenannte endoskopisch-retrograde Cholangiopankreatikographie (ERCP) mit Bergung der Steine aus dem Hauptgallengang durchgeführt.

Entzündung der Gallenblase bzw. Gallenwege

Etwa jeder fünfte Gallensteinträger entwickelt irgendwann im Laufe seines Lebens eine Entzündung der Gallenblase/Gallenwege.

Vor der notwendigen operativen Gallenblasenentfernung ist zunächst meist neben der Verabreichung von schmerz-, und entzündungshemmenden Medikamenten auch eine antibiotische Behandlung erforderlich.

Tumore der Gallenblase/Gallenwege

Ein erhöhtes Risiko besteht bei Gallensteinträgern (4-5x höheres Risiko) und bei chronischen Entzündungen. Hauptsymptom ist meist ein schmerzloser Ikterus (Gelbsucht).

Bei nachgewiesenen bösartigen Erkrankungen der Gallenblase/Gallenwege wird nach Besprechung im wöchentlich stattfindenden interdisziplinären Tumor-Board die weitere Behandlungsstrategie festgelegt. Bei einem Gallenblasenkarzinom ist neben der Entfernung der Gallenblase sowie der lokalen Lymphknoten häufig auch eine Leberteilentfernung notwendig. Die chirurgische Therapie der Gallengangskarzinome ist abhängig von ihrer genauen Lokalisation und reicht von der Gallengangsentfernung bis zur Leberteilentfernung mit Anlage einer sogenannten „biliodigestiven Anastomose“ (= Verbindung zwischen Gallenwegen und einer Dünndarmschlinge).

Die Operation nach Whipple-Kausch können wir derzeit aufgrund gesundheitspolitischer Entscheidungen nicht anbieten.

WICHTIGE INFORMATIONEN

Aktuelle Informationen zu Leistungsanpassungen Frauenheilkunde & Geburtshilfe

Sehr geehrte Patientin!

Die aktuell angespannte Personalsituation im Ärzteteam der Abteilung Frauenheilkunde & Geburtshilfe erfordert ab 30. Mai Leistungsanpassungen. Die Versorgung von gynäkologischen Notfällen ist in jedem Fall gesichert.

Die wesentlichen Maßnahmen sind hier zusammengefasst.

Keine Änderungen gibt es bei:

  • Normalgeburten von allen im Bezirk Pongau und Lungau wohnhaften Patientinnen
  • Risiko- und Frühgeburten ab 29 Schwangerschaftswochen für alle Patientinnen unabhängig vom Wohnort
  • Patientinnen mit einem onkologischen Befund, die sich bereits in Behandlung befinden. Diese Patientinnen werden in Zusammenarbeit mit der Abteilung für Innere Medizin des KSK betreut.
  • Stanz-Biopsien bei Auffälligkeiten in der Brust in Zusammenarbeit mit der Abteilung für Radiologie
  • Mit den Krankenhäusern Zell am See, St. Johann in Tirol, Hallein, Schladming und dem Uniklinikum Salzburg wurde vereinbart, dass normale Geburten von Schwangeren aus diesen Bezirken im Wohnsitzbezirk stattfinden.
  • Eine Aufnahme von neuen onkologischen Patientinnen ist derzeit nicht möglich.
  • Die Biopsie der Brust (Entnahme einer Gewebeprobe) zur Abklärung von Auffälligkeiten ist weiterhin im KSK möglich. Bitte kontaktieren Sie in diesem Fall für eine Terminvereinbarung unsere Abteilung für Radiologie von Montag – Freitag (Zeitraum): 06415 7101 2043

Informationen zu aktuellen Zutrittsregelungen

Der Zutritt ins Klinikum ist ausschließlich über den Screening-Bereich (Haupteingang Ost) möglich.

BESUCHER

Grundsätzlich gilt:

  • 1 Besucher pro Patient pro Tag für max. 1 Stunde
  • Besuchszeiten täglich von 15.00 -19.00 Uhr
    Ausnahmen: Patienten in lebensbedrohlichen Situationen oder in Palliativbetreuung; Verabschiedung durch Angehörige; Patienten der Kinder- und Jugendmedizin
  • Besuche sind nur nach telefonischer Terminvereinbarung möglich - 06415 71010

Es gilt die 3 G-Regel:

    Geimpft:

    Als geimpft gilt:

    • Abgeschlossene Impfserie mit einem von der EMA zugelassenen Impfstoff.

    Gültigkeiten: 

    • Die erste Impfserie - 2 Impfungen oder Genesung (positives Testergebnis vor mind. 21 Tagen vor der Impfung) + 1 Impfung -  ist 180 Tage gültig.
    • Bei Kindern und Jugendlichen bis zum vollendeten 18. Lebensjahr darf die Zweitimpfung nicht länger als 210 Tage zurückliegen.
    • Bei zwei notwendigen Teilimpfungen gilt das Impfzertifikat ab dem 2. Impftermin.
    • Bei Genesenen mit einer Teilimpfung gilt das Impfzertifikat ab dem Impftermin.
    • Das Impfzertifikat der Booster-Impfung (3 Impfungen oder Genesung + 2 Impfungen) ist 365 Tage gültig. 
    • Zwischen erster und zweiter Impfung müssen mindestens 14 Tage, zwischen zweiter und dritter Impfung zumindest 90 Tage liegen.

    Als Impfnachweis gelten der gelbe Impfpass, ein Impf-Kärtchen sowie ein Ausdruck bzw. ein PDF (z.B. am Handy) der Daten aus dem e-Impfpass oder in der  App „Grüner Pass“.

    Genesen:

    • Genesungsnachweis, ärztliche Bestätigung oder Absonderungsbescheid über eine in den vergangenen 6 Monaten (180 Tagen) molekularbiolgisch bestätigte, überstandene Infektion.

    Getestet

    • PCR-Test einer befugten Stelle, dessen Abnahme nicht mehr als 72 Stunden zurückliegen darf.
    • Antigen-Test einer befugten Stelle, dessen Abnahme nicht mehr als 24 Stunden zurückliegen darf.
    • Antigen-Test zur Eigenanwendung, der in einem behördlichen Datenverarbeitungssystem erfasst wird und dessen Abnahme nicht mehr als 24 Stunden zurückliegen darf.

       

      BEGLEITPERSONEN

      Pro Patient ist eine Begleitperson zugelassen. Informationen finden Sie hier.

       

      AMBULANZBETRIEB

      Bitte beachten Sie:

      • Für ambulante Patienten ist kein G-Nachweis erforderlich, jedoch erwünscht.
      • Kommen Sie nur nach telefonischer Terminvereinbarung. Davon ausgenommen sind Notfälle.
      • Betreten Sie die Ambulanz erst unmittelbar vor Ihrem Termin.
      • Das Tragen FFP2-Schutzmaske ist im gesamten Innenbereich des Klinikums verpflichtend.

      GEPLANTER STATIONÄRER AUFENTHALT

      Wenn Sie zu einem geplanten stationären bzw. tagesklinischen Aufenthalt ins Klinikum kommen, beachten Sie bitte: