Integrierte Versorgung (IVS) Salzburger Modell Innergebirg

Oft sind die vorhandenen, ambulanten Therapieangebote für schwer psychisch Erkrankte nicht ausreichend oder nicht erreichbar, um eine anhaltende Stabilität zu gewährleisten. Die integrierte Versorgung Innergebirg (IVS) ist ein Projekt, das eine Behandlung im häuslichen Umfeld durch ein multiprofessionelles Team zur Verfügung stellt. Dadurch sollen stationäre Aufenthalte reduziert und die Lebensqualität verbessert werden.

Eine moderne psychiatrische Gesamtversorgung ist ohne integrierte Behandlungsmodelle nicht mehr vorstellbar. Beispiele aus anderen Ländern zeigen, dass dadurch stationäre Aufenthalte reduziert, Wiederaufnahmen verringert und Behandlungsabbrüche vermieden werden können. Das Ziel ist eine gemeindenahe Behandlung, die sich nach den Bedürfnissen der Betroffenen richtet und ihre Autonomie stärken soll.

Kontakt

Zielgruppe

  • Diagnosen: Erkrankungen aus dem schizophrenen Formenkreis, bipolare oder schwere unipolare Erkrankungen,komplexe Erkrankungsbilder
  • Schwere Einschränkungen der Leistungsfähigkeit im Alltag (GAF unter 50)
  • Zumindest ein vollstationärer Aufenthalt in den letzten 12 Monaten
  • Bestehende psychosoziale Versorgungsstrukturen sind nicht ausreichend

Multiprofessionelles Team

Die integrierte Versorgung erfolgt durch ein multiprofessionelles Team, welches sich aus folgenden Berufsgruppen und Bereichen zusammensetzt:

  • Arzt/Ärztin
  • Pflege
  • Psychologie
  • Ergotherapie
  • Sozialarbeit

Ziele der IVS

  • Genesungsorientierte Behandlung
  • Verbesserung der Lebensqualität durch z. B. aktive Freizeitgestaltung
  • Unterstützung zur eigenverantwortlichen Selbstversorgung
  • Alltagstraining
  • Nach stationärer Akutbehandlung frühzeitige Weiterbehandlung zuhause
  • Integration von gemeindenaher Versorgung und Krankenhausversorgung
  • Rückfälle und stationäre Wiederaufnahmen vermeiden
  • therapeutische Auseinandersetzung mit alltagsnahen Themen
  • Unterstützung und Hilfestellung in finanziellen, beruflichen und sozialrechtlichen Angelegenheiten
  • Begleitung bei Behördengängen
  • Krisenintervention

Erreichbarkeit des Teams für IVS-PatientInnen

An den Werktagen von 08.00 – 16.30 Uhr

Außerhalb dieser Zeiten ist die psychiatrische Ambulanz des Klinikums Schwarzach der Ansprechpartner für Notfälle.

Patientinnen / Patienten der IVS-Behandlung erhalten die Telefonnummer ihres Bezugstherapeuten, der zu den oben genannten Zeiten für Sie erreichbar ist.

Individuelle Betreuung im eigenen Zuhause

Das multiprofessionelle Team kommt zu den Patientinnen und Patienten nachhause. Die Ziele der Behandlung werden gemeinsam mit den Betroffenen erarbeitet und vereinbart. Vorgesehen ist die Versorgung der Regionen Pinzgau, Pongau und Lungau, die je nach Kapazität des Teams erfolgen kann.

Inhalte der IVS-Behandlung

  • Heilung
  • Evaluierung
  • Versorgung
  • Kontrolle der Behandlung
  • Krisenintervention
  • Gemeindenahe Unterstützung
  • Patient als Experte seiner Erkrankung

Aufnahme in die IVS

  • Das Angebot ist kostenlos
  • Die Teilnahme an dem Projekt ist freiwillig und auf Basis einer schriftlichen Einwilligungserklärung seitens der Patientin / des Patienten
  • Die Aufnahme erfolgt primär aus dem stationären Aufenthalt heraus, weiters sind Kontaktaufnahmen durch bestehende, niedergelassenen HelferInnen mit dem IVS-Team möglich
  • Indikationsgespräch wird durch ein Teammitglied der IVS vereinbart und durchgeführt
  • Nach Aufnahme in die IVS erfolgen Hausbesuche nach Vereinbarung

CORONAVIRUS - WICHTIGE INFORMATIONEN

Der Zugang in das Klinikum ist ausschließlich über den Haupteingang (Zufahrt Ost) nach erfolgtem Screening  (Temperaturkontrolle + Symptomabfrage + Passwortabfrage bei Besuchern) möglich.

Die Zufahrt West (vom Ortszentrum Schwarzach kommend) ist für Fußgänger geöffnet. Bitte folgen Sie dem Weg durch das Klinikum-Areal zum Screening-Bereich beim Haupteingang.

Wenn Sie zu einem geplanten stationären bzw. tagesklinischen Aufenthalt ins Klinikum kommen, füllen Sie bitte das Symptom- und Fieberprotokoll aus.Eine geplante stationäre oder tagesklinische Aufnahme ist nur nach Vorlage eines negativen PCR-Tests (nicht älter als 72 Stunden) oder Antigentests (nicht älter als 48 Stunden) möglich.

Das Tragen einer FFP2-Schutzmaske ist im gesamten Innenbereich des Klinikums verpflichtend. Die FFP2-Pflicht gilt ab dem Alter von 14 Jahren. Kinder von 6 -14 Jahren können einen herkömmlichen Mund-Nasen-Schutz verwenden.

 

BESUCHE

Zum Schutz unserer PatientInnen und MitarbeiterInnen gilt ein weitgehendes Besuchsverbot.

In den unten angeführten Ausnahmefällen ist ein Besuch möglich:

  • Einmal pro Woche eine Person für 1 Stunde (von 15.00 - 19.00 Uhr): PatientInnen, die länger als 7 Tage stationär aufgenommen sind.
  • Einmal täglich eine Person für 1 Stunde (von 15.00 - 19.00 Uhr): Patientinnen auf der Wochenstation (keine Geschwisterkinder)
  • Nach Absprache: PatientInnen in lebensbedrohlichen Situationen oder in Palliativbetreuung; Verabschiedung durch Angehörige; PatientInnen der Kinder- und Jugendmedizin

Ab Montag, den 8. März ist der Zutritt ins Klinikum für Besucher nur nach Vorlage eines negativen PCR-Tests (nicht älter als 72 Stunden) oder Antigentests (nicht älter als 48 Stunden) möglich.

Für eine optimale Planung Ihres Besuchs beachten Sie bitte Folgendes:

Weitere Informationen finden Sie hier.

 

AMBULANZBETRIEB

Bitte beachten Sie:

  • Kommen Sie nur nach telefonischer Terminvereinbarung. Davon ausgenommen sind Notfälle.
  • Betreten Sie die Ambulanz erst unmittelbar vor Ihrem Termin.
  • Begleitpersonen sind nur in Ausnahmefällen erlaubt. Mehr Informationen finden Sie hier.
  • Den Fragenbogen für Begleitpersonen finden Sie hier: Fragebogen für Begleitpersonen

 

VERANSTALTUNGEN IM KLINIKUM 

Veranstaltungen können derzeit nicht stattfinden. 

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