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(19.05.2026) - Vor wenigen Tagen wurde am Kardinal Schwarzenberg Klinikum die erste laparoskopische Hemihepatektomie durchgeführt. Dabei handelt es sich um ein minimalinvasives Verfahren zur Entfernung einer Leberhälfte bei großen primären Lebertumoren oder Metastasen.
Primar Univ.-Doz. Dr. Reiko Wießner, Leiter der Abteilung für Allgemein- und Viszeralchirurgie, erläutert den Vorteil des komplexen laparoskopischen Verfahrens: „Durch das minimalinvasive Vorgehen kommt es zu einem geringeren Blutverlust und einer schnelleren Rekonvaleszenz. Im konkreten Fall konnte die Patientin bereits am sechsten Tag nach der Operation nach Hause entlassen werden.“
Bei der Patientin wurde im Jänner 2026 ein bösartiger, metastasierender Darmtumor diagnostiziert. Nach der minimalinvasiven Entfernung des Tumors im Jänner erfolgte eine Induktionschemotherapie durch die Onkologie der Abteilung für Innere Medizin II unter der Leitung von Primar Dr. Georg Pall. Die laparoskopische Hemihepatektomie konnte schließlich Anfang Mai von Prim. Wießner und seinem Team durchgeführt werden.
„Dies ist ein neuerliches Beispiel für die ausgezeichnete Zusammenarbeit zwischen Onkologie und Chirurgie hier im Haus auf Basis klarer, evidenzbasierter Konzepte – und damit für Spitzenmedizin im Innergebirg“, betont Wießner, und ergänzt: „Minimalinvasive Lebereingriffe sind in Österreich und Deutschland mit einem Anteil von rund 30 % bislang noch vergleichsweise selten. Für die sogenannten Major-Operationen, bei denen jeweils eine Leberhälfte entfernt wird, gilt dies in noch stärkerem Ausmaß.“
Die laparoskopische Hemihepatektomie erweitert das breite minimalinvasive Leistungsspektrum der Chirurgie in Schwarzach und untermauert die hohe Expertise der Abteilung.
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Bild: KSK/Tinhof